Archiv

 

Für alle Interessierten, 

finden sich hier verschiedene Beiträge 

älteren Datums.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung

 

Anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins, der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2011 lädt der Schwarzwildbrackenverein alle  Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern zum SBV-Wochenende nach Bad Liebenstein ein.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu den am 03. September 2011 stattfindenden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

 

Die Mitgliederversammlung findet am 03.September 2011 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ statt:

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.       Begrüßung, Grußworte

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Neuwahlen des Vorstandes

7.       Verschiedenes

 

Ihre Übernachtungswünsche richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de.

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

03. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung (Stöberprüfung )

 

Neuenhof

03. Sept., 13.00Uhr

 

Spezialzuchtschau

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 14.30 Uhr

Zuchtzulassung, Zuchtkommission

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 16.00Uhr

 

Mitgliederversammlung

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

03. Sept., 19.00Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

der Schwarzwildbrackenverein wurde nach der Wende im Jahr 1991 auf dem Kissel in Thüringen gegründet. Wenn auch reguläre Jubiläen eigentlich erst mit 25 Jahren beginnen, so können wir doch in diesem Jahr auf 20 Jahre bewegte  Vereinsgeschichte blicken und wollen diesen Anlass in einem würdigen Rahmen in Bad Liebenstein und auf dem Kissel  begehen.    

 

Die zurückliegenden Jahre waren vor allem durch aufwendige Bestrebungen zur Erlangung der Mitgliedschaften in JGHV und VdH geprägt,  dabei wurde die Ausbildung und Prüfung unserer Hunde an lebendem Wild im Schwarzwildgatter oft kritisch hinterfragt und bewertet. Unstrittig war stets aber in allen kynologischen Gremien und Verbänden die Erkenntnis, dass bei den vorhandenen hohen Schwarzwildpopulationen eine sach- und tierschutzgerechte Einarbeitung der für die Schwarzwildjagd erforderlichen Hunde erfolgen muss. In Brandenburg besteht seit langem die Möglichkeit, in mehreren Schwarzwildgattern Jagdhunde unter praxisnahen Bedingungen am Schwarzwild auszubilden. Hier hat sich dank der Arbeit der Kompetenzgruppe Schwarzwildgatter unter Federführung von Prof. Wunderlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei Beachtung der „gemeinsamen Standpunkte“, der verbindlichen Gatterordnung und der sachgemäßen Durch-führung der  Arbeit keine tierschutzrechtliche Relevanz besteht und diese Arbeit aus ethischen Gesichtspunkten unbedenklich ist. Bestätigt wurden diese positiven Umstände durch eine in 2007 von der Tierärztlichen Hochschule Hannover durchgeführte Untersuchung im Hinblick darauf, ob die Arbeit im Schwarzwildgatter tierschutzgerecht ist. Das Ergebnis war eindeutig: Kein Stress bei Sau und Hund im Schwarzwildgatter!    

Bezüglich der Beanspruchung unserer Hunde im Gatter und der richtigen Arbeitsweise lässt die Auswertung der Gatterarbeit 2010 im Gatter Karthan /Perleberg  in diesem Heft  sinnvolle Rückschlüsse zu, manchmal ist schnell des Guten zu viel  getan.

Dennoch lässt der Ausblick hinsichtlich der weiteren Entwicklung  der Schwarzwildgatter  Optimismus aufkommen, voraussichtlich wird es Ende dieses Jahres bundesweit etwa 16 Schwarzwildgatter geben. Obwohl der Schwerpunkt der Gatter weiterhin in den neuen Bundesländern liegen wird, sind die Planungen für neue Gatter in Nordrhein-Westfalen, Rheinland Pfalz und Schleswig–Holstein bereits weit gediehen. Bedauerlich ist in diesem Zusammenhang, dass der JGHV bis heute noch keine verbindliche Aussage zum Thema Schwarzwildgatter getroffen hat, hier könnte man gemeinsam schneller vorankommen. 

 

Neben diesem Schwerpunkt bei der Ausbildung unserer Hunde gibt auch  die rückläufige Teilnahme bei Prüfungen und Ausstellungen Anlass zur Sorge. Um einer schwindenden Zuchtpopulation entgegenzuwirken und um die Nachfrage nach unseren Hunden einigermaßen befriedigen zu können, ist im Hinblick auf die Verbreiterung unserer Zuchtbasis eine Sichtung möglichst vieler Junghunde auf diesen Veranstaltungen erforderlich.

 

Nur so werden wir auf Dauer dem von unserem Hauptzuchtwart Rolf Strieder formuliertem Leitsatz unserer Zuchtbestrebungen  „Mit vielen Hunden - wenig züchten„ gerecht werden können.      

 

Da die Nennungen für unsere  Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung  in Form einer Schweißprüfung in den letzten Jahren rückläufig waren, wird diese Prüfung in diesem Jahr alternativ erstmals als Stöberprüfung auf Grundlage der Verbandsstöber-prüfungsordnung des JGHV durchgeführt. Damit wollen wir unsere Hunde in den Bereichen prüfen, wo sie ja auch zum überwiegenden Teil eingesetzt werden und hoffen auf eine Belebung des Prüfungsgeschehens.

 

Der Vorstand wünscht allen Mitgliedern eine erfolgreiche Bockjagdsaison, einen schönen Sommer und lädt Sie zu unserem Vereinswochenende im September anlässlich unseres 20jährigen Vereinsbestehens nach Altenstein / Bad Liebenstein herzlich ein.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

 

Einladung

 

Anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins, der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2011 lädt der Schwarzwildbrackenverein alle  Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern zum SBV-Wochenende nach Bad Liebenstein ein.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu den am 03. September 2011 stattfindenden Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

 

Die Mitgliederversammlung findet am 03.September 2011 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“statt:

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.       Begrüßung, Grußworte

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Neuwahlen des Vorstandes

7.       Verschiedenes

 

Ihre Übernachtungswünsche richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de.

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

03. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung (Stöberprüfung )

 

Neuenhof

03. Sept., 13.00Uhr

 

Spezialzuchtschau

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 14.30 Uhr

Zuchtzulassung, Zuchtkommission

 

Forsthaus Kissel

03. Sept., 16.00Uhr

 

Mitgliederversammlung

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

03. Sept., 19.00Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

 

Waldhotel „Am Schlosspark“

 

 

 

 

 

Liebe Kopovfreunde,

 

Am 19.02.2011 hat der Vorstand des SBV in Effelder-Klostermühle getagt.

Im Zusammenhang mit der im Herbst wieder geplanten Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung wurde deren andauernde geringe Beteiligung bedauert.

Ich habe daher angeregt und der Vorstand ist meiner Anregung gefolgt, diese Prüfung zunächst probeweise durch eine Stöberhundprüfung zu ersetzen, um unsere Hunde mal in den Bereichen zu sehen und zu prüfen, wo sie letztendlich auch zum überwiegenden Teil eingesetzt werden.

 

Das Hauptaufgabengebiet unserer Hunde ist das Stöbern und die Jagd am Schwarzwild. Dies ist auch im Mutterland der Slowakei nicht anders und wird gerade auf diesem Teilgebiet intensiv geprüft. Ziel soll es sein, das Leistungspotenzial von jagenden Schwarzwildbracken in der Arbeit am Schalenwild (Schwarzwild, Rotwild ) abzurufen und darzustellen. Von vielen engagierten Hundeführern wurde dies auch immer wieder gefordert.

Bei entsprechender Resonanz könnte diese Prüfung die Verbandsschweißprüfung als Rüdiger- Melchior Gedächtnisprüfung ablösen.

 

Dazu werden während einer zweistündigen Stöberjagd in einem Hochwildrevier bei Neuenhof/ Eisenach die Hunde, durch unterschiedliche Halsbänder und GPS-Sender individuell gekennzeichnet, vom Stand geschnallt und ihre Jagdaktionen durch abgesetzte Leistungsrichter dokumentiert.

 

Da wir noch keine eigene Stöberprüfungsordnung haben, gilt zunächst die Stöberprüfungsordnung des JGHV. Aufgrund der dann gesammelten Erfahrungen sollten wir eine eigene Stöberprüfungsordnung erarbeiten.

Der Vorstand und die Prüfungsobleute sind gerne bereit, auch diesbezüglich Ideen und Vorschläge von Hundeführern und Mitgliedern entgegen zu nehmen.

 

Meine Bitte noch mal an alle Hundeführer: meldet eure Hunde zu dieser Prüfung, und stellt unter Beweis, zu was unsere Hunde letztendlich gezüchtet werden.

Wir hoffen alle, mit dieser Prüfung einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.

 

Mit besten Grüßen und Brackenheil

 

Manfred Schmid

 

 

 

 

Verbandsprüfung zum Gedenken an Rüdiger Melchior (RMG) – diesmal anders

 

Seit längerer Zeit stehen wir vor dem gleichen Problem. Die jährlich in unserem Verein zum Gedenken an unseren ersten Zuchtwart Rüdiger Melchior durchgeführte Verbandsschweißprüfung findet in dieser Form nicht die erforderliche Wahrnehmung und damit letztendlich auch Würdigung.

 

Anfangs beschränkten sich Organisation und Durchführung auf eine Verbands-schweißprüfung, die jährlich von einer anderen Regionalgruppe unseres Vereins durchgeführt wurde.

 

Im Jahr 2006 setzten die Kopovfreunde aus dem Norden mit der erinnerungs-würdigen RMG neue Maßstäbe.

 

Seit dem entwickelt sich das Umfeld der Veranstaltung sehr positiv. Nur der eigentliche Kern, die Verbandsschweißprüfung blieb jährlich hinter den Erwartungen zurück. Es gelang zwar immer, den einen oder anderen Hundeführer zu begeistern, die großen Mühen der Veranstalter und das geringe Interesse stellen diese Verbandsschweißprüfung jedoch zunehmend in Frage.

 

Nicht nur auf Grund der Funktion dieser Prüfung als ein zentraler Baustein im Vereinsleben, sind hier Veränderungen nötig. Zielt doch eine Verbands-schweißprüfung mit dem relativ hohen Spezialisierungsgrad nicht unbedingt auf das jagdpraktische Haupteinsatzgebiet der Kopov’ s.

 

Dass eine Verbandsprüfung in die Veranstaltung integriert sein soll, ist unstrittig. Im Rahmen der letzten Vorstandsberatung machten wir uns u. a. darüber tiefgründiger Gedanken. Fand bisher die Verbandsschweißprüfung bei den Hundeführern kein angemessenes Interesse, so tut es vielleicht eine Verbandsstöberprüfung (VstP).

 

Auf Beschluss des Vorstandes soll diese im Rahmen einer Jagd durchgeführt werden. Dafür hat KF Manfred Schmidt in diesem Jahr sein Revier in Neuenhof zur Verfügung gestellt, ihm sei an dieser Stelle schon einmal recht herzlich gedankt!

 

In der Hoffnung auf ein größeres Teilnahmeinteresse, hier im Vorfeld noch ein paar Anmerkungen zur Charakteristik und Durchführung zur Prüfung.

 

Diese wird in nachfolgend vorgegebener Reihenfolge durchgeführt:

 

 

1.)

Gehorsam:        Allgemeiner Gehorsam

 

  Verhalten auf dem Stand

 

  Leinenführigkeit

 

  Folgen frei bei Fuß

 

  Ablegen (lt. PO ohne Riemen!!)

2.)

Stöbern (im Rahmen einer Jagd):  A vom Stand aus geschnallt

 

  B vom Führer begleitet

3.) 

Laut  

4.)

Verhalten am Stück (Anschneideprüfung)  

              

Gemäß den Vorgaben der Ordnung für Verbandsstöberprüfungen (VstPO) ist es dem Veranstalter gestattet, die Ausschreibung auf Mitglieder des eigenen Vereins zu beschränken.

 

Der zur Prüfung gemeldete Hund muss mindestens 24 Monate alt sein. Auf Grund des Stellenwertes, den diese Prüfung erlangen soll, ist vorauszusetzen, dass die gemeldeten Hunde über eine entsprechende Qualität und Erfahrung im praktischen Jagdbetrieb verfügen.

 

Interessierte Hundeführer setzen sich bitte vor der Prüfung detailliert mit der PO auseinander. Diese finden sie u. a. als PDF – Datei auf der Homepage des JGHV.

 

Der Verein hofft auf reges Teilnahmeinteresse. Kopovfreunde, bitte gebt Euch einen Ruck und meldet Euren gut vorbereiteten Hund zur Verbandsstöberprüfung an.

 

Brackenheil!

Hubertus Heine

 

 

Hallo Kopovfreunde,

 

die letzten AZP’en sind mir noch recht gut im Gedankenfach. Woran ich mich nicht mehr erinnern kann, ist eine Prüfung bei der ein Hundeführer nach 5 Minuten Probleme hatte, seinen Hund vom Schwarzwild abzurufen. Das muss schon länger her sein.

Die Entwicklung der Schwarzwildgatter im Bundesgebiet verläuft aus unserer Sicht positiv. Im Interesse der Hunde müssen wir dies nutzen. Dabei entstehen neue Situationen, auf die es sich einzustellen und vorzubereiten gilt. Nach wie vor gleicht für viele von uns der Anfahrtsweg zu den Gattern einem Tagesausflug, verbunden mit den, unter Umständen, hohen Belastungen für alle Beteiligten. Unterschiedliche Gatterstruktur und der Bestand an Schwarzwild im Gatter spielen eine entscheidende Rolle. Bei der Einarbeitung unserer Hunde besteht die Notwendigkeit, darauf Rücksicht zu nehmen.

 

Ein Etappenziel bei der Ausbildung unserer Kopov’s  – jedoch nicht das letzte!!! - ist die Anlagenzuchtprüfung. Das Verhalten des Hundes am Schwarzwild, ist als Prüfungsergebnis Teil der Anlagenkennziffer und hat damit Einfluss auf Zuchtzulassung und jagdliche Qualität unserer Hunde. Diskussionen über die Prüfungsergebnisse lassen oft die Emotionen hoch kochen.

 

 

Leicht verständlich, wer lässt sich schon gern erklären, dass seine Schwarzwildbracke eben an diesem wichtigen Prüfungstag ihrem Namen gar keine Ehre machte.

 

Erklärungen dazu gibt es viele, oft lag’ s an den Richtern, manchmal an den Sauen, die sich vom Hund nicht so jagen ließen wie sich das der Hundeführer vorgestellt hatte. Nur ganz selten lag’ s am Hund und noch seltener am Hundeführer.

 

Fläche und Bewuchs, Alter und Verhalten der Sauen lassen sich im Gatter genau so wenig standardisieren wie im Jagdrevier. Aufgabe der Richter ist es, unter Beachtung dieser Faktoren in sehr kurzer Zeit die gezeigte Leistung des Hundes prüfungs-ordnungskonform und für den Hundeführer verständlich einzuschätzen. Dazu führte der Schwarzwildbrackenverein am 05.03.2011 in den beiden Schwarzwildgattern Walddrehna und Hohenbucko eine Richterschulung durch. 6 Kopov’s unterschiedlichen Alters sollten in beiden Gattern am Schwarzwild arbeiten.

 

Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten die gezeigten Arbeiten bewerten. Danach bestand in der Pension Polz in Freileben für alle die Möglichkeit, sich untereinander abzustimmen und auszutauschen.

 

Hubertus Heine


 

Wie sie die Veranstaltung wahrnahm, schildert unsere Verbandsrichterin Eva Winkhart:

 

Bei kaltem aber sonnigem Wetter fanden sich am Morgen 9 Richter des SBV und 7 Richter aus Fremdvereinen sowie 2 Richteranwärter zur Richterschulung am Schwarzwildgatter Walddrehna ein.

 

Thema der Schulung war Verhalten am Schwarzwild gemäß der Prüfungsordnung des SBV e.V.

 

Nach der Begrüßung und einer sehr informativen theoretischen Stunde durch die Referenten Peter Knüpfer und Hubertus Heine ging es nach einer kurzen Einweisung durch den zuständigen Gattermeister zum praktischen Teil an das Saugatter. Alle Richter hatten für jedes Gatter getrennt einen Bewertungsbogen zur Verfügung auf dem die gezeigten Leistungen der 6 zum Einsatz kommenden Slovensky Kopov bewertet werden sollten.

 

Im Walddrehnaer Gatter, ca. 1ha groß mit Kiefernaltholz  und kaum Unterwuchs befanden sich 3 Stücke ausgewachsenes Schwarzwild. Der Anteil von Deckung im Gatter war minimal, die Sauen jedoch von jedem der Hunde soweit entfernt, dass sie nicht sofort eräugt werden konnten. Die Arbeit des jeweiligen Hundes konnte gut beobachtet werden.

 

Einige der Hunde fanden schnell und bedrängten gut, andere brauchten zum selbstständigen Finden ein wiederholtes Kommando oder unterbrachen die Arbeit am Schwarzwild, so dass unterschiedliche Leistungen gezeigt und bewertet werden konnten.

 

Nach dem Mittagessen ging es in das Hohenbuckoer Gatter. Auch hier stand zu Beginn eine kurze Einweisung durch die Gattermeisterin Frau Polz. Danach wurden die gleichen Hunde wie am Vormittag zur Arbeit am Schwarzwild geschickt. Dieses Gatter ist geringfügig größer als das in Walddrehna, jedoch von annähernd gleicher Struktur. Einem weitestgehend unterwuchsfreien Kiefernaltholz. Im Gatter befanden sich 5 Stück ausgewachsenes Schwarzwild. Für den zur Arbeit geschickten Hund waren die Sauen ebenfalls nicht sofort sichtbar.

 

Bei einem der Hunde gab es großes Erstaunen bei den Richtern zeigte dieser im  Walddrehnaer Gatter eine sehr gute Arbeit kam er hier nach dem finden der Sauen mehrmals zum Führer zurück und musste erneut geschickt werden. Bei allen Hunden zeigte sich ein Leistungsabfall wenn auch nicht so gravierend wie bei dem zuvor beschriebenen.

 

Dass eventuell die Tageszeit eine Rolle spielt könnte man annehmen, denn die Verhältnisse waren in beiden Gattern sehr ähnlich und der geringe Unterwuchs erleichterte den Hunden die Arbeit eher. Auch die hier etwas stärkeren Sauen verhielten sich nicht aggressiver als die 3 Sauen vormittags.

 

 

Zurück im Lokal in Freileben wurden die einzelnen Arbeiten der Hunde aus beiden Gattern besprochen und bewertet.

 

So entstand eine intensive Diskussion und bestehende Differenzen konnten dadurch weitgehend gelöst werden. Es zeigte sich, dass Richterschulungen in dieser Form sehr produktiv sind und man so auf einen Nenner kommt.

 

Zusammenfassend kann man sagen: es war eine gut organisierte, praxisnahe Richterschulung. Die unbedingt ihre Fortsetzung finden sollte.

 

 

Eva Winkhart

 

 

 

Bericht über die Schweißseminare 2010

„Einarbeitung des jungen Hundes auf der Schweißfährte“

 

 

Im März und Mai des  Jahres  2010 wurden 3 Seminare  durchgeführt. 

Ca. 15 Hundeführer nahmen die Möglichkeit war, an einem der angebotenen Seminare teilzunehmen.  Hierbei möchte ich mich ganz herzlich bei den Herren Thorsten Löwer, Dr. Werner Schäfer und Matthias Hupfeld bedanken, die 3 Reviere zur Verfügung stellten und mich wesentlich bei der Organisation und Durchführung unterstützten.

 

Ziel der Seminare war es , die verschiedenen Techniken und Vorgehensweisen vorzustellen und Möglichkeiten darzustellen, wie man seinen Hund für die Schweißarbeit einarbeiten kann.  Das Seminar sollte die Hundeführer motivieren, mit ihren Hunden zu arbeiten und die Angst vor anstehenden Schweiß-Prüfungen zu verlieren. Besonderer Wert wurde dabei auch auf die Praxis gelegt. Jeder Teilnehmer sollte mit dem eigenen Hund eine Fährte arbeiten.

 

Nach einer kurzen Begrüßung  und Einweisung wurden von den Teilnehmern  (ca. 4-6 Teilnehmer je Seminar) die Fährten gelegt. Dabei schloss man sich zu 2-er Teams zusammen.            

 

 

 

Damit man letztendlich auch 3-4 Std. Stehzeit der Fährten hatte, wurden im Anschluss ans Legen noch  Würstchen-kurzfährten (ca. 20 - 30m lang) gearbeitet , um Hund und Führer auf die am Nachmittag

 

 

 

In der Mittagspause wurden dann theoretische Dinge (Prüfungen, Verfahren zum Legen der Fährten…)  besprochen und aufkommende Fragen beantwortet.  Anschließend begann  man gestärkt mit dem  praktischen Teil.

 

Begonnen wurde mit einer kurzen Demonstrationsfährte des erfahrenen Rüden „Archie v. d. Thorkuppe“. Dabei konnten die Teilnehmer sehen, wie ein gut eingearbeiteter Hund eine Fährte ruhig und  mit Freude arbeitet.   

 

 

Nach der Vorführung arbeiteten die einzelnen Gespanne je eine der gelegten Fährten des Vormittages.  Abhängig vom Ausbildungsstand der Hunde, hatten die Übungsfährten unterschiedliche Längen und Schwierigkeitsgrade.

 

Es gibt viele Meinungen und Methoden einen Hund für die Schweißarbeit auszubilden.  Das Seminar hat es hoffentlich geschafft,  Grundwissen

zu vermitteln.  Jeder Hundeführer muss aber letztendlich für sich selbst und seinen Hund eine Methode finden,  die Schweißarbeit voran zu bringen.

Vor allem muss aber besonders  der Hundeführer Interesse an der Schweißarbeit haben, denn wenn er selbst die Arbeit nur widerwillig macht, warum sollte sein Hund dann Interesse an der roten Arbeit haben….. Man arbeitet seinen Hund nicht nur für Prüfungen ein, sondern will ihn ja auch zu  einem zuverlässigen Jagdbegleiter ausbilden.

 

Schon am „Anschuss“ versucht der Hundeführer Spannung aufzubauen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen, um den Hund auf die kommende ASchon am „Anschuss“ versucht der Hundeführer Spannung aufzubauen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen, um den Hund auf die kommende Arbeit einzustellen.rbeit einzustellen.

 

Während ein Gespann arbeitete,  beobachteten die anderen Hundeführer die Arbeit.  Nach der Suche  wurde dann analysiert,

was man gesehen hatte.  Wobei sich herausstellte, dass die Führer

und die Zuschauer jeweils unterschiedliche Dinge beobachteten und 

bewerteten.  Dieser Erfahrungsaustausch kann für beide Seiten nur

gewinnbringend sein.

 

Am Ende der Fährte wird sich ehrlich gefreut! Einige Hunde sind ganz wild auf eine Futterbelohnung, andere wiederum stehen auf Sauschwarten zum beuteln oder spielen.

 

Gerne stehe ich auch dieses Jahr zur Verfügung, wenn Gespanne mit der Schweißarbeit beginnen,  Erfahrungen vertiefen wollen oder  Unterstützung bei der Ausbildung suchen.  Vielleicht finden sich ja 2-5 Hundeführer zusammen, die gerne die Grundlagen der Schweißarbeit kennenlernen möchten und die ein Revier für Fährten zu Verfügung stellen.

 

Interessenten melden sich bitte bei:

Gerlinde Skrzypek

Email: G.linde.s@web.de

Tel:      06638-918991  

Mobil: 0177-6312464

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

die Zeit der Eingewöhnung in die Familie und die bald darauf beginnende Einarbeitung unseres Hundenachwuchses an Hase und Schwarzwild ist sicherlich einer der spannendsten und interessantesten Abschnitte im Zusammenleben von Mensch und Hund. Um die zukünftigen Gespanne optimal darauf einzustimmen und vorzubereiten, gibt es für die Einarbeitung von Junghunden  entsprechende Angebote in Form von Übungstagen der Regionalgruppen (RG), nach Einarbeitung und Ablegen der gewünschten Prüfungen liegt anschließend ein weiterer Schwerpunkt der RG vor allem in der Koordination der jagdlichen Einsatzmöglichkeiten unserer Hunde.

 

Beim Vergleich der Arbeit unserer Hunde in den verschiedenen Gattern werden von unseren Hundeführern subjektiv sehr unterschiedliche Erfahrungen mit den vorgefundenen Verhältnissen und Bedingungen gemacht. Aufgrund der Rückmeldung einiger unserer Mitglieder wird sich der Vorstand in nächster Zeit intensiv mit diesem Thema befassen.

 

Unser vereinseigenes Gatter in Karthan bedarf  trotz bisheriger umfangreicher Sanierung noch weiterer Arbeitseinsätze und finanzieller Unterstützung, um eine ausgewogene Bilanz zu erzielen. Dazu haben  einige Mitglieder der RG Nord bereits dankenswerterweise großzügig gespendet. Ende Mai 2011 findet  nach der letzten Aktion im September ein weiterer Arbeitseinsatz unter Beteiligung des  Bundesvorstandes statt, weitere Helfer  und Spender sind dazu herzlich eingeladen.

Die diesjährigen Prüfungen des Vereins haben komplett nach der neuen Prüfungsordnung stattgefunden, nun steht die Zeit der Bewegungs- und Gesellschaftsjagden an. Trotz etlicher Diskussionen über die eine oder andere Bestimmung  der neuen PO hat sich diese in Gänze bewährt. Diskussionsbedürftige  Bestimmungen werden explicit in den Richterschulungen behandelt.

 

Die Mitgliederversammlung 2010 in Altenstein / Thüringen mit Verbandschweißprüfung, Zuchtschau und Zuchtzulassung war von der RG Mitte bestens vorbereitet, der Grüne Abend mit Jagdhornbläserischen Darbietungen und kulinarischen Genüssen war ein Höhepunkt der Veranstaltung  und brachte manche Landsleute verschiedener Provenienz einander erheblich näher. Nicht zufrieden war der Vorstand jedoch mit der insgesamt unbefriedigenden  geringen Teilnahme an der Mitgliederversammlung, hier muss noch zusammenwachsen, was zusammen gehört. Dazu haben Sie als Mitglieder im nächsten Jahr ausgiebig Gelegenheit, in 2011 werden wir uns anlässlich des 20jährigen Bestehens unseres Vereins wiederum nahe dem Gründungsort Forsthaus Kissel erneut im Thüringer Wald zusammen finden.

 

Wenn auch manche unserer  Vereinsaktivisten zu Recht über eine deutliche Überlastung klagen, ist es doch erfreulich, wie mancherorts in den Regionalgruppen trotzdem neue  Aktivitäten entstehen, so z.B. durch das Zusammenfinden der Führer verschiedener  Brackenrassen als „Brackenfreunde Erzgebirge „, siehe den Bericht auf den Seiten der RG Mitte. Hier wie auch durch die  Stiftung eines neuen Wanderpokals durch unser Mitglied Jürgen Rebers für die Gebrauchsprüfungen in der RG Nord werden neue Impulse für das Prüfungs- und Vereinsgeschehen gegeben. Das nicht alle gut geplanten Veranstaltungen entsprechend nachgefragt werden, ist für die Veranstalter oft frustrierend, hier müssen sich die Angebote wohl erst noch ihren Ruf und Prädikat erwerben und von den Mitgliedern entsprechend wahrgenommen werden. 

 

So gilt unser Dank vor allem den stark beanspruchten Obleuten in den Regionalgruppen und ihren tatkräftigen Helfern in den verschiedensten Funktionen im Verein, die sich auch durch solche Rückschläge nicht entmutigen lassen.  Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und Gewährleistung  der Einhaltung der Qualitätsstandards unseres Vereins gelingt das nur im Rahmen einer gut abgestimmten Teamarbeit, die den einzelnen Funktionsträger, Obmann und  Organisator vor Überlastung schützen muss.

 

In diesem Sinne bedankt sich der Vorstand bei allen aktiven Mitstreitern für die in diesem Jahr  vorzüglich geleistete Arbeit und wünscht für die Zeit der anstehenden Jagden und die nahende Advents- und Weihnachtszeit  vor allem  erholsame und  besinnliche Stunden.

 

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

Die Züchtertagung 2011 findet am Sonntag den 20. Februar, um 10:00 Uhr im Waldhotel Klostermühle – Luttergrund- 37359 Effelder statt.

 

Der Kreis der Teilnehmer ergibt sich aus § 3.4 der Zuchtordnung, eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

Es wird darauf hingewiesen, dass der beschriebene Personenkreis zur regelmäßigen Teilnahme verpflichtet ist.

 

Tagesordnung:

1.       Begrüßung durch den HZW Rolf Strieder

2.       Vortrag von Dr. med. vet. Joachim Eichner

-    Sexualzyklus der Hündin – Bestimmung Deckzeitpunkt

-    Gelenkerkrankungen

3.       Rückblick auf das Zuchtjahr 2010

4.       Ausblick für die Zucht in 2011

5.       Allgemeine die Zucht betreffende Fragen.

 

 

 

 

 

 

Mitgliederversammlung 2010 - Protokoll

 

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 04.09.2010 fanden sich 48 Mitglieder und drei Gäste im Schlosshotel Altenstein ein. Bedauerlich war, dass sich trotz der zentralen und (vereins)geschichtsträchtigen Lage des Versammlungsortes sowie des umfangreichen Rahmenprogramms nicht mehr Mitglieder angesprochen fühlten.

Gegen 16.10 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende die Versammlung und stellte die Ordnungsmäßigkeit deren Einberufung fest. Gegen das Protokoll der letztjährigen Versammlung wurden innerhalb der vorgegebenen Frist keine Einwendungen erhoben, so dass es seit Januar als genehmigt gilt. Nach kurzen Ausführungen über die Gegend in der der SBV vor 19 Jahren gegründet wurde, bat Volker Göbel die Anwesenden sich zum Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder zu erheben.

Seinen Jahresrückblick begann er mit der letztjährigen Mitgliederversammlung in Neudenau. Durch die Bündelung von Mitgliederversammlung, Zuchtschau, Zuchtzulassung und Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung an einem Wochenende habe man versucht, mehr Mitglieder anzulocken. Leider sei die erhoffte Belebung bisher ausgeblieben, das Interesse an der Schweißprüfung mit nur noch drei Teilnehmern in 2010 gegenüber den Vorjahren sogar deutlich zurückgegangen.

Göbel ging weiter auf die Züchter- und Zuchtwartetagung Anfang Februar ein. Die Veranstaltung habe unter keinem guten Stern gestanden: Es musste kurzfristig ein Ersatz für den ausgefallenen Hauptreferenten engagiert werden, die Anreise der Teilnehmer wurde durch heftige Schneefälle behindert bzw. teilweise unmöglich gemacht. Unter anderem habe man sich bei der Veranstaltung auf eine moderate Anhebung der Welpenpreisempfehlung sowie eine andere Herleitung der Decktaxe verständigt.

Auf internationaler Ebene habe es im vergangenen Jahr einigen Wirbel gegeben. Seitens des Slowakischen Vereins habe man versucht, den internationalen Verein IVZSSB aufzulösen und durch eine Neugründung zu ersetzen. Der SBV habe dies zunächst verhindert und warte nun das weitere Verhalten der übrigen Akteure ab. Aus Sicht des Vorstandes sei ein Austausch auf internationaler Ebene weiterhin sinnvoll, man wolle sich die Konditionen aber nicht von den Slowaken vorschreiben lassen.

 

Göbel berichtete weiter vom JGHV-Verbandstag in Fulda. Hauptthema in diesem Jahr sei die Diskussion und Verabschiedung einer neuen Ordnung für das Verbandsrichterwesen gewesen. Die Anforderungen an die Ausbildung der Richteranwärter seien verschärft und um eine abschließende Prüfung ergänzt worden.

Zum Abschluss seines Berichtes ging der Vorsitzende kurz auf die Frühjahrsprüfungen ein und appellierte an die Anwesenden, der neuen Prüfungsordnung eine Chance zu geben und sie nicht voreilig zu ändern.

Der zweite Vorsitzende schloss sich diesem Appell an und bat die Mitglieder bei der zu erwartenden Diskussion sachlich zu bleiben.

 

Rolf Strieder ging in seinem Bericht zunächst auf das Kalenderjahr 2009 ein. In 28 Würfen seien 177 Welpen gefallen, von denen jedoch 20 noch vor der Abgabe verstorben seien. Für 2010 seien 46 Würfe beantragt worden. In bisher 24 Würfen seien 143 Welpen gefallen, 5 Hündinnen seien leer geblieben. Einige Würfe stünden noch an. Der SBV sei mit 49 Deckrüden und 54 Zuchthündinnen ins Jahr 2010 gestartet. Im laufenden 2010 seien 3 Hündinnen und 2 Rüden zur Zucht zugelassen worden. Altershalber werden 13 Hündinnen im kommenden Jahr nicht mehr zur Zucht zur Verfügung stehen.

Die Welpennachfrage sei im Frühjahr gut gewesen, dann aber wie jedes Jahr im Sommer deutlich zurückgegangen. Aus den Juliwürfen seien aktuell gut 10 Welpen noch nicht vergeben. Strieder appellierte an die Züchter, dennoch großen Wert auf die Auswahl der Interessenten zu legen. Die Schwarzwildbracke sei kein Hund für jedermann, sondern benötige entsprechenden Einsatz.

Im nächsten Mitteilungsblatt sei eine Karte für die Zuchtplanung enthalten, auf der die Wünsche für das Zuchtgeschehen in 2011 von den Züchtern einzutragen sind. Diese Karte ist ausgefüllt bis zum Jahresende per Post an den HZW zu senden. Von einer Versendung per E- Mail ist abzusehen, da zusätzlicher Aufwand zur Bearbeitung für die Zuchtkommission entstehen würde.  Die nächste Züchter- und Zuchtwartetagung soll Mitte Februar 2011 stattfinden.

Der Hauptzuchtwart informierte weiter, dass Oliver Eifert vom Vorstand als Zuchtwart ernannt worden sei und den südwestlichen Bereich der Regionalgruppe Mitte abdecken solle.

Der aktuelle Leistungsstand der in Deutschland gezogenen Hunde sei aus seiner Sicht sehr ordentlich. Auch beim Laut, auf den man in der Slowakei weniger Wert gelegt habe, sei ein Fortschritt zu erkennen. Die Größe vieler Hunde bereite immer noch Probleme, aber auch in diesem Bereich sei mit Verbesserungen zu rechen, da bei der Zuchtzulassung großer Wert auf die Einhaltung der zulässigen Höchstmaße gelegt werde.

 

Der Zuchtbuchführer appellierte wie in den Vorjahren an die Züchter, den Hauptzuchtwart frühzeitig über geplante Deckakte sowie ihn zeitnah über das Wurfgeschehen zu informieren und die vom VDH vorgegebenen Fristen einzuhalten. Nachfragen wegen der Unterlagen für die Wurfabnahme seien nicht erforderlich, diese würden unaufgefordert in der 7. Woche verschickt.

 

Michael Hartung wies kurz auf das Schwarze Brett auf der Homepage und die Möglichkeit, Beiträge im Forum des Mitteilungsblattes zu veröffentlichen, hin.

 

Ralf Kremeike ging auf die Art und den Umfang der bei der Geschäftsstelle eingehenden Anfragen ein. Der Absatz im Shop sei sehr gut. Er berichtete weiter vom letzten Treffen der Kompetenzgruppe Schwarzwild und informierte über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten am vereinseigenen Schwarzwildgatter in Karthan. Es stünden noch einige Arbeitseinsätze an. Tatkräftige Hilfe aber auch Spenden seien herzlich willkommen.

 

Tobias Volg berichtete, dass das Skript für das geplante Kopov-Buch beim Verlag abgeliefert sei und das Buch im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen soll. Er dankte den Mitgliedern für die zur Verfügung gestellten Fotos.

 

Peter Knüpfer schilderte sehr plakativ, welche Anschuldigungen Richter immer wieder über sich ergehen lassen müssen. Er sei vor diesem Hintergrund sehr erfreut, dass sich dennoch jedes Jahr neue Richteranwärtern fänden. Für viele Kritiker wäre es hilfreich, selbst die Ausbildung zum Leistungsrichter zu durchlaufen, um so mehr Einblick zu erhalten. Im laufenden Jahr seien Mark Fischer und Sven Meyer zu Verbandsrichtern ernannt worden. Aktuell seien drei Richteranwärter beim JGHV registriert ein weiterer Antrag sei gestellt.

Der Richterobmann berichtete von zwei Schulungen, die im Frühjahr stattgefunden haben und erinnerte die Richter an die Vorgabe des JGHV, wonach es erforderlich sei, alle vier Jahre an einer Fortbildung teilzunehmen oder einen Hund erfolgreich auf einer Verbandsprüfung zu führen.

 

Hubertus Heine informierte in seinem Rückblick, dass 2009 89 Hunde auf einer AZP und 13 Hunde auf einer GP vorgestellt wurden. Er bedauerte das immer noch sehr geringe Interesse an den Gebrauchsprüfungen. Im vergangenen Jahr habe er drei Anträge auf Leistungszeichen Natur aus formalen Gründen ablehnen müssen. Er empfahl daher die entsprechenden Passagen der Prüfungsordnung im Vorfeld genau durchzulesen und die formalen Vorgaben einzuhalten.

Im Frühjahr 2010 seien 32 Hunde auf der AZP vorgestellt worden. Seitens der Regionalgruppen habe er keine Rückmeldungen erhalten, dass es in der Anwendung der neuen Prüfungsordnung Probleme gegeben habe. Bezüglich des Verhaltens am Schwarzwild stellte er eine Auswertung vor, aus der eindrücklich hervorging, dass ältere Hunde tendenziell bessere Benotungen im Verhalten am Schwarzwild erhielten und appellierte an die Führer, ihren Hunden Zeit zu geben und diese nicht zu früh auf der AZP vorzustellen.

 

Im Anschluss gingen die Regionalgruppenvorsitzenden kurz auf die Aktivitäten im zurückliegenden Jahr ein.

 

Unter TOP 4 stellte Ernst Halberstadt den bereits im Mitteilungsblatt veröffentlichten Kassenbericht vor. Die vom Vorstand mit der Überprüfung der Kasse beauftragten Mitglieder Alfred Lerch und Hans-Herrmann Schreiber bescheinigten dem Schatzmeister eine vorbildliche Arbeit.

 

Nach Bestätigung der Kassenprüfer durch die Mitgliederversammlung wurden Schatzmeister und Vorstand auf Antrag der Kassenprüfer ohne Gegenstimmen bei 10 Enthaltungen entlastet.

 

Unter Tagesordnungspunkt 5 war über mehrere Anträge an die Mitgliederversammlung zu beraten und abzustimmen:

·         Die vorgeschlagene neue Finanzordnung wurde ohne Diskussion mit 44-JA Stimmen und 4 Enthaltungen verabschiedet.

·         Die Hintergründe des Antrags auf Ergänzung der Satzung wurden von Ernst Halberstadt erläutert. Der Antrag wurde mit 41 JA-Stimmen,

          einer Enthaltung und 6 Gegenstimmen mit der erforderlichen Mehrheit angenommen.

·         Der Antrag, das Fach Schweißarbeit in der AZP lediglich fakultativ zu prüfen, wurde intensiv diskutiert. Mit lediglich einer JA-Stimme wurde

          der Antrag mehrheitlich abgelehnt.

·         Auch ein weiterer, wortgleich von mehreren Mitgliedern gestellter Antrag, die Prüfungsordnung in mehreren Punkte zu ändern verfehlte nach

          ausgiebiger aber sehr sachlicher Diskussion mit lediglich 14 JA-Stimmen die erforderliche 2/3 Mehrheit deutlich und wurde somit abgelehnt.

 

Unter dem TOP Verschiedenes wurde angeregt, im kommenden Jahr am Wochenende der Mitgliederversammlung zusätzlich zur Schweißprüfung eine Verbandsstöberprüfung anzubieten.

Mehrere Mitglieder berichteten von Problemen, die mit Zusatzfächern abgelegte AZP vom zuständigen Landratsamt als Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit anerkannt zu bekommen. Diesbezüglich bleibt zu hoffen, dass die Ansätze, eine bundesweit einheitliche Prüfungsordnung für die jagdliche Brauchbarkeit zu schaffen, erfolgreich sein werden.

 

Der Vorsitzende schloss die Versammlung gegen 19.10 Uhr.

Einwendungen gegen dieses Protokoll können binnen eines Monats nach Veröffentlichung schriftlich an den Vorsitzenden gerichtet werden. Gehen innerhalb dieser Frist keine Einwendungen ein, so gilt das Protokoll als genehmigt.

 

Tobias Volg,                                     

Schriftführer

 

 

 

6. VFSP der Brackenzuchtvereine 2010 im Spessart

Wie zwischenzeitlich zur guten Tradition geworden, trafen sich am letzten Wochenende im Juni, die Brackenzuchtvereine zur VFSP im „Gasthaus Engel“ in Eschau-Hobbach im Bayerischen Spessart.
Nach einem richtungsweisenden Beginn vor 6 Jahren im kleineren Rahmen, versuchen alle BZV in den letzten Jahren, geeignete Gespanne für diese Prüfung zu finden. So konnte der Verein Dachsbracke, als diesjähriger Ausrichter dieser Prüfung, von jedem Verein mindestens ein Gespann begrüßen. Von den 10 verbindlich gemeldeten Gespannen traten 1 Gespann (VJB) auf der 40-Std.-Fährte und 7 Gespanne (1xSBV, 1xDBC, 1xDBV, 2xKTB und 2xADB) auf der 20-Std.-Fährte an. Auch 9 der 10 VR Sw und die Anwärter rekrutierten sich aus den BZV. Als „Ehrengast“ und VR konnte einmal mehr Rainer Teschner vom JGHV begrüßt werden, der diese Prüfung von Anfang an begleitet.
Nach dem Legen der 40- und 20- Stunden – Fährten, inkl. Reservefährten, am Donnerstag und Freitagvormittag, trafen sich die Hundeführer, interessierte Zuschauer und die Offiziellen der BZV am Freitagnachmittag zum gemeinsamen Fachsimpeln. Dies ist immer eine gute Gelegenheit über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus zu schauen, gleiche oder ähnliche Probleme zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze zu suchen. Weiterhin wird der Freitagnachmittag von den Verantwortlichen der BZV auch genutzt, um in einer gemeinsamen Beratung die aktuelle Situation (Prüfungswesen, Zuchtgeschehen, etc.) zu erörtern. In diesem Jahr wurden vor allem die Änderungen der Richterordnung des JGHV und die sich daraus ergebenen Aufgaben besprochen. Am Freitagabend folgten fast alle Teilnehmer, einem hervorragend dargebotenen Vortrag von Herrn Dr. Dirk van der Sant, zum Thema GPS-Geräte, deren Einsatz, technische Möglichkeiten und Studien im Jagdbetrieb. Vielen Dank Dr. van der Sant für diesen interessanten Beitrag.
Am Samstag, den 26.06.2010, dem eigentlichen Prüfungstag, trafen sich um 08:00 Uhr, alle im Hof vom Gasthaus Engel. Nach der Verlosung der Gespanne, mit Prüfung der Unterlagen und einer Richterbesprechung, konnte die VFSP pünktlich um 08:30 Uhr vom gemischten Bläserchor der BZV eröffnet werden. Ohne gemeinsame Übungseinheiten überzeugten die Bläser schon am frühen Morgen durch Höchstleistungen, was uns optimistisch in den Tag blicken ließ. Anschließend eröffneten der 1. Vorsitzende vom Verein Dachsbracke, Ekkehard Stockinger, als Veranstalter und Torsten Pabusch als Prüfungsleiter, die Prüfung. Nach Vorstellung der Richtergruppen und Zuordnung der Gespanne begaben sich die drei Prüfungsgruppen in die Reviere.
Bei hochsommerlichen Temperaturen, leichtem Wind und extremer Trockenheit gestalteten sich die Arbeiten, in dem vorrangig mit Laubholz bestocktem Spessart, gewohnt schwierig. Insbesondere die all gegenwärtigen Verleitungen durch Schwarzwild, machten die Riemenarbeiten nicht leichter. Trotz alle dem konnten 6 der 8 Gespanne überzeugende Leistungen zeigen und diese bekanntermaßen schwere Prüfung bestehen. Lediglich zwei Gespanne genügten an diesem Prüfungstag den Anforderungen nicht. Dass sie das Zeug dazu haben, konnten beide schon im Rahmen der GP bei gleichen Bedingungen unter Beweis stellen. An so einem Prüfungstag fließen eben viele Faktoren ein und das gesamte Leistungsvermögen muss genau in diesem Moment abrufbereit sein.
Nach der Rückkehr der Prüfungsgruppen in das Suchenlokal, wurden in einer Richterbesprechung die gezeigten Leistungen erörtert und die Reihenfolge innerhalb der Preisklassen festgelegt. Anschließend wurde die Prüfung mit Jagdhornsignal und Übergabe der Urkunden durch den Veranstalter und Prüfungsleiter beendet.
Auf der 40-Std.-Fährter wurde der Beagle „Mascha vom Steinborn“ mit HF Robert Zurl mit einem FS III Prüfungssieger. Auf der 20-Std.-Fährte erreichte die Tiroler Bracke „Bella von der Fläminghöhe“ mit HF Barbara Schäfer ein FS I. und damit den 1. Platz, inklusive unserem Wanderpokal, dem Sauerländer Halbmond. Die Deutsche Bracke „Dorina vom Pferchberg“ mit HF Henning Petri erreichte ebenfalls ein FS I. Mit einem FS II. bestanden die Schwarzwildbracke „Gunda von der Schweinegrube“ mit HF Bernd Müllenders und die Griffon Fauve de Bretagne „Chili Peper vom Wortbach“ mit HF Petra Krauhausen. Ein FS III. erreichte die Tiroler Bracke „Luna vom Kleemannbrunnen“ mit HF Patrick Salg. Allen erfolgreichen Hundeführern an dieser Stelle nochmals ein kräftiges Weidmannsheil, viel Freude mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern und vor allem Erfolg bei den natürlichen Nachsuchen.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen fleißigen Helfern während der Vorbereitung und Durchführung dieser Prüfung, insbesondere dem Team um Manfred Parr, die die Organisation vor Ort fest im Griff hatten. Ohne diese Unterstützung ist eine überregionale Prüfung dieser Größe nicht händelbar. Weiterhin danke ich den Bayerischen Staatsforsten für die großzügige Bereitstellung der Prüfungsreviere Erlenfurt, Lichtenau und Schollbrunn, so wie der Zeitschrift „Wild und Hund“ für die Bereitstellung sehr gut passender Präsente.

Allen Beteiligten ein kräftiges Weidmannsheil
 

Torsten Pabusch

(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Vereins Dachsbracke )

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

der Frühling hat nun den ausdauernden Winter wieder auf die Berge und an die Pole geschickt, in der erwachenden Natur hat die Jagdzeit auf das Rehwild begonnen. Die Vorbereitung der Junghunde auf die Frühjahrsprüfungen mit der Arbeit auf Wiesen und Feldern und die Prüfungen selbst haben in vielen Fällen Hund und Herrn wieder  in eine gute Kondition und hoffentlich auch in eine solche Stimmung gebracht.

Traditionell haben im März auch die Hauptversammlung des Jagdgebrauchshundeverbandes (JGHV) und das Treffen der Brackenzuchtvereine (BZV) in Fulda stattgefunden. Die unseren Vereinen (ehemalige Gruppe V.) vom JGHV zugestandene Wertschätzung wurde durch die Anwesenheit des Präsidenten des JGHV, Werner Horstkötter und des Präsidiumsmitglieds Rainer Teschner als „Verbindungsoffizier“ an unserem Treffen eindrucksvoll unterstrichen.

 

Anlass der Teilnahme war unter anderem die vorgesehene Änderung der Ordnung für das Verbandsrichterwesen, die seit Herbst vergangenen Jahres für erhebliche Unruhe im Lager der Gebrauchshundeleute gesorgt hatte. Hauptgrund für die beabsichtigten Änderungen bei Zulassung und Ernennung von Verbandsrichtern ist nach Aussagen von Präsident Horstkötter eine signifikant festzustellende Verschlechterung der jägerischen Ausbildung, der bei den Richteranwärtern u. a. durch Einführung einer Sachkundeprüfung begegnet werden soll. Der Entwurf der neuen Richterordnung wurde intensiv diskutiert, wobei sich herausstellte, dass etliche mitgliederstarke Zuchtvereine wie der Verein Jagdterrier und der Deutsche Teckel-Klub ihre Richteranwärter bereits seit vielen Jahren im Rahmen einer eigenen Sachkundeprüfung mit dem Ziel der Qualifizierung und Zertifizierung dieser Prozedur unterziehen.

Ein weiteres Thema des Brackentreffens betraf die Schaffung der Voraussetzungen für eine längst überfällige bundeseinheitliche Brauchbarkeitsprüfung. Der von Heinrich Uhde erarbeitete Entwurf muss noch mit dem DJV in allen Bundesländern abgestimmt werden.

Für die am 26. Juni 2010 stattfindende Verbandsfährtenschuhprüfung kann jeder  BZV zwei Gespanne melden.

Abschließend wurde noch über die erste gemeinsame Richterschulung der BZV im Februar dieses Jahres berichtet, die mit großer Beteiligung und 80 Teilnehmern in der Rhön stattgefunden hat. Es wurde beschlossen, diese Veranstaltung im 2-jährigen Turnus auszurichten.

 

Auf dieser Seite finden Sie eine sehr aufschlussreiche Zusammenfassung unseres Prüfungsobmannes Hubertus Heine bezüglich des Ablaufs und der Entwicklung unseres Prüfungsgeschehens. Der Darstellung und der Beschreibung wie auch der Analyse in diesem Bericht kann der aktive Hundeführer und Prüfungsaspirant viele sinnvolle und praxiserprobte Anregungen im Hinblick auf Hund und Herrn für ein erfolgreiches Überwinden der Prüfungshürden entnehmen.

 

Weiterhin ist in diesem Bericht ein Stimmungsbild über den Verlauf des ersten Durchgangs unserer Prüfungen nach der neuen Prüfungsordnung dargestellt

 

Ein weiterer sehr informativer Bericht unseres Mitglieds Boris Schnittger wird ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht, er befasst sich mit den Aktivitäten von Stöberhunden auf Bewegungsjagden. Hier wird mit wissenschaftlicher Akribie in verständlicher Form ein umfassendes Bild der Jagdaktivitäten unserer Hunde und bedeutsame Einflussgrößen auf ihr Jagdverhalten dargestellt. Der aktive Hundeführer und Praktiker kann beiden Berichten viele wertvolle Informationen über das gut vorbereitete Führen unsere Hunde auf den Prüfungen, die optimale Organisation von Bewegungsjagden und den effektiven Einsatz unserer Hunde entnehmen.

 

Für die beginnende Frühjahrsjagd und die anschließende Jagd auf den roten Bock wünscht der Vorstand allen Mitgliedern einen guten Anlauf und Waidmannsheil und hofft auf Ihre rege Teilnahme an unserem Großen SBV-Wochenende  im September.

 

Mit den besten Grüßen und Brackenheil

 

Volker Göbel

 

 

Großes SBV Wochenende  03.-05.09.2010

 

Liebe Brackenfreunde,

 

anlässlich der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung und der Jahreshauptversammlung 2010 erlaubt sich die Regionalgruppe Mitte, die Mitglieder und Freunde des Schwarzwildbrackenvereins mit ihren Partnern recht herzlich zu einem Grünen Abend einzuladen.

 

Die  Mitgliederversammlung  findet am 04.September 2010 um 16:00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ statt.

 

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

1.       Begrüßung, Grußwort

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

5.       Anträge an die Mitgliederversammlung

6.       Verschiedenes

 

Wir würden uns freuen, Sie am Sonnabend, 04. September 2010 um 19.00 Uhr im Waldhotel „Am Schlosspark“ Altenstein begrüßen zu können. Neben der kulinarischen Thüringer Gastlichkeit warten auch einige kulturelle Köstlichkeiten auf unsere Gäste. Mit Tanz und Unterhaltung sollen auch diejenigen auf ihre Kosten kommen, ohne deren Verständnis, Geduld und Unterstützung wir unseren Hunde-Spleen nicht ausleben könnten.

 

Bitte geben Sie uns mit der abgedruckten Anmeldung Ihre Teilnahme bis zum 20. August 2010 bekannt und zahlen Sie den Kostenbeitrag von 30,- € pro Person bis zum gleichen Termin auf dem in der Anmeldung genannten Konto ein. Die Anmeldung können Sie aus dem Mitteilungsblatt heraus kopieren oder Sie finden sie hier zum herunterladen. Um ein kalkulatorisches Fiasko auszuschließen, weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass eine Nachbuchung vor Ort nicht möglich ist. Nach Einzahlung des Kostenbeitrages erhalten Sie eine Bestätigung per Mail oder Telefonat.

Im Preis enthalten sind das Buffet und die Kosten für das Unterhaltungsprogramm.

Begleitenden Personen wird im Tagesverlauf eine Führung durch den Schlosspark und das Altensteiner Schloss angeboten. Hierauf wird eine geringe Teilnahmegebühr erhoben. Eine konkrete Uhrzeit kann dazu noch nicht angegeben werden.

 

Mit Ihren Übernachtungswünschen richten Sie sich bitte an das:

 

Waldhotel "Am Schlosspark"
Altenstein 7
36448 Bad Liebenstein
Tel.: 036961 / 3 15 97
Fax: 036961 / 7 25 11
E-Mail:service@waldhotel-altenstein.de

Hotelmanager: Herr Gottwald

 

Gästen des Grünen Abends, die nicht im Waldhotel selbst untergebracht sind, wird ein Fahrservice angeboten.

Informationen zu Anfahrt und Veranstaltungsort erhalten Sie unter www.waldhotel-altenstein.de. Zur groben Orientierung nutzen Sie bitte die folgenden Karten.

 

Wir würden uns freuen, Sie möglichst zahlreich zu diesem Wochenende begrüßen zu dürfen und wünschen eine gute Anreise.

 

Dr. Gerd Gunstheimer

1. Vorsitzender Vorstand RG Mitte   

 

Volker Göbel

1. Vorsitzender Vorstand SBV

                                             

Anreise Waldhotel "Am Schoßpark"                  Anreise Forsthaus Kissel

 

Hier die Veranstaltungen dieses Wochenendes im Überblick:

 

04. Sept., 8.00 Uhr

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung

Moorgrund

04. Sept., 10.00 Uhr

Spezialzuchtschau

Forsthaus Kissel

04. Sept., n.n.

Führung

Schlosspark Altenstein

04. Sept., 16.00 Uhr

Mitgliederversammlung

Waldhotel „Am Schlosspark“

04. Sept., 19.00 Uhr

Grüner Abend, Essen gegen 20.00 Uhr

Waldhotel „Am Schlosspark“

05. Sept., 10.00 Uhr

Zuchtzulassung, Tagung Zuchtkommission

Forsthaus Kissel

 

 

 

 

Protokoll  Züchtertagung am 31.01.2010

 

Beginn: 10.00 Uhr

Tagungsort: Burghotel Heiligenberg bei Gensungen

 

Top 1

 

Begrüßung der angereisten Züchter, Deckrüdenbesitzer und Vorstandsmitglieder

durch Herrn Rolf Strieder.

In Anbetracht des jahreszeitlich sehr frühen Termins und durch die witterungsbedingt schlechten Straßenverhältnisse hat sich nur eine relativ geringe Anzahl von Teilnehmern eingefunden.

  

Top 2

Vortrag Herr Dr. Zimmermann ,VDH

Genetik der Hunde und praktische Beispiele aus der Zucht.

 

Herr Dr. Zimmermann stellt die wesentlichen Grundlagen der Genetik mit Hilfe einer Power Point Präsentation dar und untermauert die Thesen mit praktischen Beispielen aus der Zucht. Auf einige wichtige Punkte möchte ich noch einmal hinweisen:

Deutlich werden die Faktoren dargestellt, die den Phänotyp eines Tieres beeinflussen. Daraus resultiert, dass nicht der vermeintliche Spitzenhund der gepriesene Vererber sein muss, sondern  dass dessen Geschwister züchterisch mindestens genauso interessant sind wie er selbst. Diese Tatsache wird bei der Zuchtplanung viel zu wenig beachtet. Wenn das tatsächlich vorhandene Zuchtpotenzial einer Rasse wirklich ausgeschöpft würde, gäbe es kaum zu kleine Populationen.

Eine Zuchtmaßnahme, die zur Minimierung von Defekten bei den meisten Rassen selbstverständlich und erfolgreich praktiziert wird, ist die direkte Bekämpfung von Fehlern, also die Selektion gegen Merkmalsträger- sogenannte Massenselektion.

Defekte und Eigenschaften, die polygen vererbt werden, widersetzen sich Selektionsmaßnahmen in der Regel besonders hartnäckig, weil sich Anlageträger (werden als solche zunächst nicht erkannt) weiterhin erfolgreich vererben können.

Sofern kranke Nachkommen aus der Verpaarung phänotypisch gesunder Eltern hervorgehen, ist zu folgern, dass die Eltern oder mindestens ein Elternteil genotypisch krank sind.

Bei der Ausprägung polygen vererbter Merkmale sind nicht nur genetische Abläufe, sondern auch Umwelteinflüsse wirksam. Dies trifft insbesondere für die HD sowie die Größe der Tiere zu. Beim Beginn jeder Zuchtmaßnahme werden zunächst die Gene gemindert, die relativ unabhängig von der Umwelt sind, denn sie sprechen natürlich auf Selektionsmaßnahmen am schnellsten an. Übrig bleiben schließlich die Faktoren mit einem geringen erblichen Anteil.

Selbst wenn zunächst und offensichtlich kein weiterer Rückgang unerwünschter Merkmale und Eigenschaften erreichbar scheint, muss weiterhin mit aller Konsequenz selektiert werden, denn nur so können die Anfangserfolge langfristig erhalten werden.

 

Top 3

Rückblick auf das Zuchtjahr 2009

 

In 2009 sind 28 Würfe gefallen und 177 Welpen geboren, von denen 20 verstorben sind.

Im Durchschnitt waren dies 6,3 Welpen je Wurf.

157 Schwarzwildbracken konnten an interessierte Führer/innen vermittelt werden.

Auch sind wieder einige Würfe per Kaiserschnitt geboren worden. Hierzu wurde eine Statistik vorgestellt und erläutert. Ab dem 5. Lebensjahr der Zuchthündinnen ist eine größere Häufigkeit von Kaiserschnitten feststellbar. Etwaige Zuchtplanungen sollten diesen Umstand berücksichtigen.

In 2009 wurden 53 Hunde HD ausgewertet, dies bedeutet eine Steigerung, jedoch ist es immer noch nicht ausreichend.

 

Dabei haben sich folgende Auswertungsergebnisse ergeben:

 

A1 und A2

= 11 Hunde

B1 und B2

= 27 Hunde

C1 

=   8 Hunde

C2 

=   4 Hunde

D  

=   1 Hund

E

  2 Hunde

   

Zwei Spezialzuchtschauen wurden in 2009 erfolgreich durchgeführt. Die einzelnen Ergebnisse sind im MB 2/2009 abgebildet und werden nicht weiter erläutert.

 

Drei Zuchtzulassungstermine wurden durchgeführt, von denen zwei im Anschluss an die Spezialzuchtschauen stattgefunden haben. Der letzte Zuchtzulassungstermin in Bad Lausick setzte eine vorherige Formbewertung voraus, da er nicht mit einer Spezialzuchtschau gekoppelt war.

Insgesamt wurden 28 Hunde neu zur Zucht zugelassen, davon 20 Hündinnen und 8 Rüden.

Die HD Auswertungen der neu zugelassenen Hunde stellen sich wie folgt dar:

Hündinnen : A= 5, B = 13, C1 =  2

Rüden        : A = 1, B = 6, C1 = 1

Insgesamt stellt sich die Situation sehr gut dar und der positive Trend der letzten Jahre setzt sich fort. Wir wollen hoffen, dass dies uns auch in der Zukunft gelingen wird.

Wichtig ist jedoch das Engagement der Züchter auf die Welpenkäufer einzuwirken, damit die Hunde auch hinsichtlich HD untersucht werden.

  

Top 4

Ausblick für das Zuchtjahr 2010

 

Der aktuelle Stand unserer Zuchthunde ist folgender:

53 Hündinnen und 49 Rüden verfügen über eine Zuchtzulassung.

45 Hündinnenbesitzerinnen/er haben einen Wurf geplant, und die Zuchtkommission hat allen Vorschlägen mit geringen Änderungen bei der Rüdenauswahl entsprochen.

Insgesamt ist es nun möglich, mehr B Hündinnen mit A Rüden anzupaaren, da nicht mehr so viele C1 Hündinnen an der Zucht beteiligt sind ( C1 Hündin kann nur mit A Rüde an der Zucht teilnehmen ). Folglich ergeben sich für unsere A Rüden größere Spielräume.

Bei den Wurfabnahmen haben die Zuchtwarte zu überprüfen, ob drei oder mehr Hündinnen zur Zucht eingesetzt werden oder im zuchtfähigen Alter sind (unabhängig von der Rasse).

In diesen Fällen handelt es sich um gewerbsmäßige Hundezucht, welche bestimmte tierschutzrechtliche Auflagen (wurden auf der Züchtertagung in 2008 besprochen) einzuhalten haben, dies ist unabhängig von etwaigen steuerrechtlichen Fragen zu sehen.

 

Sofern Krankheiten festgestellt werden, sind diese in jedem Fall aufzuschreiben,  um eine Dokumentation zu ermöglichen.

Züchter/innen haben den Deckschein gem. § 6.2.3 ZO rechtzeitig  beim HZW zu beantragen.

Es ist zu bedenken, dass sowohl Rüdenbesitzer/innen, HZW oder Zuchtbuchstelle sich im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder krank sein können, also einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf einplanen.

Der Rüdenbesitzer/in  hat die Identität der Hündin vor dem Deckakt zu überprüfen.

 

Auf der Wurfkarte, die innerhalb von drei Tagen an die Zuchtbuchstellen zu senden ist, ist anzugeben, wenn die Welpen per Kaiserschnitt geboren wurden.

Nach dem 2. Wurf  durch Kaiserschnitt ist aus Gründen des Tierschutzgesetzes, die Zucht mit dieser Hündin einzustellen.Wir wünschen allen Züchtern/innen ein erfolgreiches Zuchtjahr und eine glückliche Hand bei der Auswahl der Welpenkäufer.

 

Für die Zuchtplanung 2011 wollen wir eine redaktionelle Änderung vornehmen:

Auf der vorletzten Seite des Mitteilungsblattes 2 des laufenden Jahres wird eine Zuchtplanungskarte zum Austrennen eingestellt werden. Diese Karte kann auch von der Homepage heruntergeladen werden, um sie mit der Post an den HZW zu senden.

Von einer formlosen Beantragung per Mail oder mit Vordruck ist abzusehen, da hier zusätzlicher Arbeitsaufwand für die Zuchtkommission und den HZW für Archivierung und Ausdruck als Besprechungsunterlage entsteht.

  

Top 5

Allgemeine die Zucht betreffende Fragen

 

An den Vorstand wurde der Antrag gestellt, die Vergütung des Deckrüdenbesitzers zu überdenken und zu ändern.

Begründung: Sofern eine Hündin nur wenige Welpen hat, sind bereits 200 € Grundgebühr fällig und zusätzlich für jeden aufgezogenen Welpen 50€. Bei gestiegenen Kosten für Benzin, Chippen und Impfen kann der ein oder andere Züchter doch unter finanziellen Druck geraten.

Bereits im Vorstand wurde dieser Antrag diskutiert und wird nun zur Meinungsfindung an das Plenum der Züchter weitergegeben.

In diesem Zusammenhang wird auch der Antrag gestellt, den Welpenpreis moderat um 50 € anzuheben, um die zuvor aufgezeigten Kostensteigerungen aufzufangen, zumal im Sinne einer zielorientierten Zucht auch vielfach weitere Fahrwege der Hündinnenbesitzer zu den Deckrüden in Kauf genommen werden.

Da bereits vor 2 Jahren eine grundsätzliche Abfrage über das Welpenpreisniveau erfolgte, besteht Einigkeit, das abgestimmte Niveau zu halten und sich auf die reine Anhebung der ermittelten Mehrkosten zu beschränken.

 

Nach ausführlicher und sachlicher Diskussion werden folgende Punkte abgestimmt:

 

1. Antrag:

Decktaxe nach aufgezogener Welpenzahl (Zuchtbuch)zu ermitteln, Grundgebühr entfällt

Für den Antrag: 20 Stimmen  Enthaltung: 0, Gegenstimmen: 0

 

2. Antrag:

Anhebung Welpenpreis um 50€ auf 650 €

Für den Antrag: 18 Stimmen, Enthaltung: 1 Stimme, Gegenstimmen: 1 Stimme

 

3. Antrag:

Festlegung der Decktaxe auf 85€ je aufgezogenen Welpen

Für den Antrag: 16 Stimmen, Enthaltungen: 0, Gegenstimmen: 3 Stimmen

 

Abschließend werden noch einige allgemeine Fragen aus dem zurückliegenden Zuchtjahr beantwortet und die Veranstaltung kann beim gemeinsamen Essen in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Rolf Strieder

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

im letzten Jahr unserer „alten“ Prüfungsordnung soll noch einmal kurz Rückschau auf die Prüfungsergebnisse des vergangenen Jahres genommen werden. Kurzum, bezogen auf die 2008 erstellte Auswertung, gab es keine deutlichen Änderungen.

 

Anlagenzuchtprüfungen

 

 

Mit 89 geführten Hunden, die Rückzieher und anderweitig bedingten Ausfälle sind hier nicht berücksichtigt, wurden im vergangenen Jahr genau soviel Hunde auf einer AZP geführt wie im Vorjahr 2008. Mit 49 Prüfungsteilnehmern hatte die RG Mitte auch im vergangenen Jahr den sogenannten Löwenanteil zu tragen.

 

 Spurarbeit und -laut

 

In den „Spurfächern“ deutet der Trend eher etwas nach unten, als in Richtung „konstant“. Stellvertretend für den Bereich sei hier noch einmal die Leistungs-entwicklung in der Spurarbeit und im Spurlaut dargestellt. Das soll nicht heißen, dass die Leistungsfähigkeit unserer Hunde nachlässt. Eher ist daraus zu schlussfolgern, dass durch eine höhere Zahl von geprüften Hunden und eine Festigung und Anpassung des Bewertungsschemas in den Fächern, die Ergebnisse objektivieren.

 

Im Wesentlichen liegt der Schwerpunkt hier darauf, zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Situation dem Hund das entsprechende Schlüsselerlebnis zu verschaffen. Bei dem einen dauert es halt länger und bei dem anderen geht es schneller.

 

 

 

 

Verhalten am Schwarzwild

 

 

Der Leistungsdurchschnitt im Fach „Verhalten am Schwarzwild“ steigt mit 5,9 Arbeitspunkten seit 2006 erstmals wieder an und liegt damit im oberen guten Bereich. Offenbar tragen die sich in den vergangenen Jahren deutlich verbesserten Gatterbedingungen hier bereits Früchte. Auch wenn es von Bundesland zu Bundesland teilweise erheblich unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Schwarzwildgatter gibt, so können wir mit den Prüfungsergebnissen eindrucksvoll den Wert dieser unterstreichen. Es muss im eigenen Interesse eines jeden Vereinsmitgliedes sein, die Arbeit mit den Hunden im Schwarzwildgatter zu unterstützen.

 

 

 

Schweißarbeit

 

Im Fach „Schweißarbeit“ lag der Leistungsdurchschnitt 2009 bei 4,5 Arbeitspunkten, dem niedrigsten Wert seit 1997. Ob die 600m Übernachtfährte für unsere Hunde wirklich eine so große Hürde darstellt, wie es verschiedentlich behauptet wird, wage ich zu bezweifeln.

Allerdings zeigt sich gerade bei der Arbeit auf der Schweißfährte, wie ein Gespann aufeinander abgestimmt und wie es um das Nervengerüst des Hunde bestellt ist. Insbesondere wenn der Häuptling am Ende des „Stricks“ alles besser weiß oder reichlich Verleitungen kreuzen.

 

Leistungsmäßig liegt der Durchschnitt unserer Hunde in diesem Fach zwischen gut und genügend, nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir Hunde haben wollen, die am Beginn der Jagd vom Strick gelassen werden und am Ende der Jagd gleich wieder im Kofferraum verschwinden, dann langt’s.

 

Schussfestigkeit

 

Bei Überprüfung der Schussfestigkeit wurden bei 8 Hunden die Verhaltensweisen beanstandet. Das ist auf die Zahl der insgesamt geprüften Hunde nicht übermäßig viel. Allerdings ist sicher ein Teil der Mängel auf Fehler bei der Ausbildung zurückzuführen und damit vermeidbar.

 

Eine häufige Beobachtung sei hier kurz angesprochen: Der Hund löst sich bereits vor Abgabe des ersten Schusses gar nicht vom Führer oder er kehrt nach dem ersten Schuss zum Hundeführer zurück und lässt sich dann nur noch mit großem Aufwand bzw. gar nicht mehr zur Suche schicken.

 

Die Ursachen hierfür sind meiner Meinung nach oftmals nicht im angeblich schwachen Nervengerüst des Hundes zu suchen, sondern anderer Art, z.B.:

·  

Es wurde mit ihm einfach nicht oft genug geübt.

·

Das Prüfungsgelände ist für den Hund unbekannt, die Aufregung des Hundeführers überträgt sich auf den Hund. Auf Grund der vielen         anderen Hunde und des ganzen Geschehens bei einer AZP, wird dieser zusätzlich verunsichert und sucht daher Schutz beim Hundeführer.

·

Viele Hunde werden zu früh auf der AZP geführt und stecken eigentlich noch mitten in der „Pubertät“.

·

Der Hundeführer hat im eigenen Revier mit dem ganz jungen Hund das Verhalten auf den Schuss nur wenige Male in einer für den Hund vertrauten Umgebung geübt und weitere Übungen auf Grund des in dieser Phase sicheren Verhaltens (des „noch“ Welpen) gemeint, dieser sei nun für immer schussfest.

 

Gebrauchsprüfungen

 

Erfreulich ist das eine Hundeführerin und 13 Hundeführer 2009 an einer GP teilnahmen. Allen hier noch einmal ein kräftiges Brackenheil! Im Vergleich zu 89 Teilnehmern an den AZP’s sind es allerdings nur 16 % und damit recht wenig.

 

Auch wenn 5 Hundeführer am Ende der GP ohne zählbaren Erfolg auf dem Prüfungszeugnis da standen, haben sie doch den entsprechenden Schneid gezeigt und beim nächsten Mal klappt es bestimmt. Lasst den Kopf nicht hängen, kämpft weiter!

Die Schweißarbeit scheint auch bei der GP für unsere Hunde die größte Klippe zu sein. Mit durchschnittlich 4,3 Arbeitspunkten erreichten unsere Gespanne, dass zweitniedrigste Ergebnis der letzten 9 Jahre. Nur 2004 lagen wir mit 3,8 Arbeitspunkten noch darunter, damals wurden jedoch nur 5 Hunde auf der GP geführt.

 

 

Das Fach „Ablegen“ stellt unsere Hunde vor eine weitere Hürde. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es u. a. auf Grund ihres Temperaments für unsere Hunde nicht einfach ist. Insbesondere wenn es rings herum knallt und frische Wildwitterung in der Luft liegt.  

Sehr gute Ergebnisse erzielten die Prüflinge mit durchschnittlich 7,5 bzw. 8 Arbeitspunkten in den Fächern „Waldsuche“ und „Orientierung“. Hier liegt auch bezeichnender Weise das Haupteinsatzgebiet unserer Kopov’s.

 

 

 

Leistungsnachweise „Natur“

 

Dass sich unsere Hunde in der Praxis bewähren, ist allgemein bekannt. Seit 2008 wurden Anträge auf Erteilung von LZ gestellt. Bis auf drei Anträge, bei denen die beschriebenen Leistungen nicht die geforderten Kriterien erfüllten, konnten alle beantragten Leistungszeichen „Natur“ erteilt werden. Unabhängig aller Formalitäten wird hier noch einmal darauf hingewiesen, dass die beschriebenen Leistungen immer vom jeweiligen Hund allein erbracht werden müssen!

 

 

Name des Hundes

Zuchtbuch-Nr.

Leistungsnachweis

Hundeführer

 

Orpeus vom Fieting

SBV 04030

Schwarzwild-Natur

Florian Lange

 

Hagen Venandi

SBV 04118

Schwarzwild-Natur

Rainer Müller

 

Indra vom Kalmberg

SBV 04051

Schwarzwild-Natur

Gerold Vogt

 

Caran von der Schweinegrube

SBV 05085

Schwarzwild-Natur

Hans Herrmann

 

Akira von der Thorkuppe

SBV 05120

Schwarzwild-Natur

Maud Schmid

 

Ben Casa Fortuna

SBV 05007

Schwarzwild-Natur

Michael Thalheimer

 

Enni von der Schweinegrube

SBV 06064 

Schwarzwild-Natur 

Boris Schnittker

 

Esta spod Dubovej hlavy

SBV 12219

Schwarzwild-Natur

Andreas Steinmetz

 

Galdor von Rottmünde

SBV 06045

Schwarzwild-Natur

Anja Kachbouri

 

Polli vom Fieting

SBV 551070

Schwarzwild-Natur

Horst Kose

 

Ilex vom Räuberkrug

SBV 0324

Schwarzwild-Natur

Uwe Fischer

 

Ulan vom Fieting

SBV 07104

Schwarzwild-Natur

Horst Kose

 

Odin vom Uhlengrund

SBV 05001

Schweiß-Natur

Helge Haubach

 

Blitz von der Donnerfichte

SBV 07185

Schweiß-Natur

Björn Duen

 

Quax vom Uhlengrund

SBV 2036538

Schweiß-Natur

Martin Dedi

 

Jessi vom Kalmberg

SBV 08007

Schwarzwild-Natur

Bernd Schmidt

 

Festus von derSchweinegrube

SBV 06143

Schwarzwild-Natur

Boris Schnittker

 

Viela vom Fieting

SBV 08092

Schwarzwild-Natur

Peter Urban

 

Bonni vom Prignitzland

SBV 07078

Schwarzwild-Natur

Bernd Halter

 

Graf vom Seemühler Forst

SBV 07143

Schwarzwild-Natur

Frank Schmidt

 

Gina vom Seemühler Forst

SBV 07144

Schwarzwild-Natur

Andreas Baumgart

 

Abby vom Horn und Geläut

SBV 06005

Schwarzwild-Natur

Steffen Schmidtke

 

Jessi vom Kalmberg

SBV 08007

Schweiß-Natur

Bernd Schmidt

 

AZP’en Frühjahr 2010

 

Im aktuellen Heft sind bereits die Ergebnisse der Frühjahrs AZP 2010 enthalten. Unabhängig von einigen Unkenrufen, hat sich im ersten Durchgang bestätigt, dass wir mit der neuen PO arbeiten können.

 

Positiv schätzten viele Hundeführer die eindeutigen Leistungsvorgaben in den einzelnen Fächern ein. Unabhängig davon muss festgestellt werden, dass die durchschnittlichen Leistungen unserer Hunde im Laut und Verhalten am Schwarzwild mit 4,5 bzw. 5 Arbeitspunkten nicht überzeugen. Ob das jedoch an überzogenen Forderungen in diesen Fächern liegt lässt sich nach der Hälfte des ersten Prüfungsjahres nicht feststellen. Beim Verhalten am Schwarzwild, zeigten von den 29 geprüften Hunden 14 Hunde eine Leistung, die mit 6, 7 oder 8 Arbeitspunkten bewertet wurde.

 

Im Laut wurde diese Leistung bei 12 von insgesamt 30 Hunden bei denen der Laut bewertet wurde festgestellt.

 

Das heißt dann, dass 48% (Schwarzwild) bzw. 40% (Laut) der in diesen Fächern geprüften Hunde Leistungen im oberen guten und sehr guten Bereich gebracht haben.

 

Das Aufgabenfeld unserer Hunde wird u. a. damit beschrieben, dass sie in der Lage sind, Wild, insbesondere Schwarzwild, anhaltend und laut zu jagen. Deshalb sollten sie das in der Praxis auch zeigen. 5 min lang an Hase oder Sau zu jagen ist da sicher nicht zu hoch gefasst.

 

Nach wie vor gibt es Hundeführer, die an der Erreichbarkeit der Prüfungsnormen zweifeln bzw. den gesetzten Rahmen für unsere Hunde zu groß halten. Vielleicht aber eher nicht. Lasst uns doch bitte erst einmal Erfahrungen mit der neuen PO sammeln, am besten diskutiert es sich mit vorliegenden Fakten und diese müssen wir erst einmal sammeln. Im Übrigen basiert auch z.B. der Bewertungsmaßstab für das Verhalten am Schwarzwild auf einer früheren Prüfungsordnung auf deren Grundlage sehr viele Jagdgebrauchshunde, auch die einiger Vereinsmitglieder, geprüft wurden. Von denen wurde die Angelegenheit zumindest damals akzeptiert und für gut befunden.

Klar ist, dass schon nach dem Gesetz der großen Zahl nicht alle Hunde in allen Fächern beste Prüfungsergebnisse erreichen können. Zu wünschen wäre es trotzdem jedem, denn der Beste ist und bleibt der eigene Hund!

 

Brackenheil!

 

Hubertus Heine

 

 

 

 

Aktivitätsanalyse von Stöberhunden auf Bewegungsjagden mittels moderner GPS-Technik

 

Boris Schnittker

Das Projekt wurde vom Verein zur freilebenden Tierwelt und vom Hess. Ministerium für Umwelt, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unterstützt.

 

 

Einleitung

 

Mit der Abkehr der Kahlschlagswirtschaft hin zu dauerwaldartigen strukturreichen Bestandesformen in der Forstwirtschaft haben sich die Lebensraumbedingungen für das heimische Schalenwild stark verbessert. Die deutliche Vergrößerung der Einstandsflächen und die Erhöhung des Nahrungsangebotes seien hier als wesentliche Faktoren genannt. Entsprechend gestiegen sind die Schalenwild-bestände, vor allem beim Schwarzwild. Die daraus resultierende Schadenssituation in der Forst- und Landwirtschaft, sowie Ansteckungen wertvoller Tierbestände durch von Wildtieren übertragende Seuchen, wie der Schweinepest (ESP) haben die Verantwortlichen unter Handlungsdruck gesetzt.

 

Für die Waldbesitzer und Jäger stellt sich die Frage nach geeigneten Bejagungs-strategien unter den geänderten Umständen. Großräumige Bewegungsjagden mit solo jagenden, spurlauten Stöberhunden (Stöberjagden), auch in Kombination mit durchgehenden Hundeführern, haben sich seit Jahren in vielen Waldrevieren als ergänzende Form der Bejagung etabliert.

Aussagen über Jagdaktivitäten der einzelnen Hunde waren in geschlossenen Waldgebieten bisher nur in kurzen Phasen durch direkte (Sichtbeobachtungen) bzw. durch indirekte Wahrnehmungen (hören des individuellen Lautes, Rückmeldungen) möglich. In dem nachfolgend vorgestellten Projekt wurde seit 2004 mit Hilfe speziell entwickelter GPS-Geräte Aktivitätsanalysen an Stöberhunden durchgeführt.

Vorrangiges Ziel der Untersuchung ist es, Jagdleitern und Hundeführern Empfehlungen über einen optimalen (effizienten und gesetzeskonformen) Hundeeinsatz auf winterlichen Schalenwildjagden geben zu können. Sowohl Chancen als auch Risiken (Überjagung, Tierschutzaspekt) des Hundeeinsatzes sollen verdeutlicht werden.

 

Im Rahmen des Projektes wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 129 Jagdtagen in mehreren Bundesländern über 400 Datensätze aufgezeichnet. In die Auswertung gelangten 247 Datensätze von Stöberhunden. Einige der Hunde wurden über mehrere Jagdsaisons beobachtet. Sämtliche Jagden fanden in freien Revieren (keinen Jagdgattern) statt und waren hauptsächlich auf die Wildart Schwarzwild ausgerichtet. Nachfolgend werden einige Hintergründe und Ergebnisse dieser Untersuchung vorgestellt

 

  Bild 1:     Eine effiziente Bejagung von Schwarzwild in Revieren mit hohem Dickungsanteil ist ohne geeignete Hunde nicht umsetzbar

 

 

Stöberhunde

Für die Studie wurden verschiedene Brackenrassen, Dt. Wachtelhunde, Dackel und Terrier verwand. Die Hunde wurden fast ausschließlich von Hundeführern “rekrutiert“, die sich auf die Jagdform „Stöberjagd“ spezialisiert haben. Vorrangig wurden die Hunde einer Schützengruppe und somit eines Revierteils mit der Technik ausgestattet, um Interaktionen der Hunde, Überlappungen und Jagdlücken auf der Fläche zu analysieren. Das nachfolgende Anforderungsprofil wurde vom Verfasser erarbeitet und anhand eines Kriterienkatalogs (Prüfung, Einsatz, etc.) bei der Auswahl der Hunde angewendet.

 

Von der Anlage und Ausbildung her muss der Hund alleine jagen können und auch so eingesetzt werden. Sollte sich kein Wild im unmittelbaren Nahbereich des Hundeführers aufhalten, muss der Hund die Fähigkeit (Nasenleistung, Fährtensicherheit) und den Willen (Fährtenwillen) besitzen, großräumig die Einstandsflächen abzusuchen (Stöbern). Trifft der Hund auf Schalenwild, soll er dieses hartnäckig und anhaltend bedrängen, im Idealfall ohne Unterstützung weiterer Hunde in Bewegung bringen, fährtenlaut verfolgen und anschließend zu seinem Führer zurückkehren. Dies setzt neben einem guten Orientierungssinn einen starken Führerbezug und die Bereitschaft zur Unterordnung (Führigkeit) voraus.

 

Einflussgrößen auf das Jagdverhalten

 

Im Rahmen des Projektes wurde eine Vielzahl an Faktoren geprüft, die als relevant im Hinblick auf die Aktivität der Hunde gewertet wurden. Dazu gehören äußere (externe) Faktoren, wie das Wetter und die Revierverhältnisse und innere (interne) Faktoren, wie die Erfahrung des einzelnen Hundes oder dessen favorisierte Wildart. Die externen Faktoren beinhalten die Rahmenbedingung des Jagdtages. Sie gelten in der Regel für alle Stöberhunde in einem ähnlichen Ausmaß.

 

 

Abb. 1: Einflussfaktoren auf das Jagdverhalten von Stöberhunden

  

Als interne Faktoren werden die Einflussgrößen bezeichnet, die zu ererbten oder etablierten Verhaltensweisen des einzelnen Hundes in jagdrelevanten Situationen führen. Dies basiert aufgrund seiner individuellen genetischen Begabung, seiner Erfahrungen und seiner physischen Leistungsfähigkeit. Zum Teil sind die Faktoren miteinander verknüpft. Eine exakte Abgrenzung der Faktoren untereinander ist nicht immer möglich.

 

Im Gegensatz zu den internen Faktoren lassen sich die externen Faktoren messen oder einem Skalierungssystem zuordnen. Auf Grundlage dokumentierter Mehrjahresstudien einzelner Hunde wurde mit einer Varianzanalyse deren Einfluss auf die definierte Zielgröße maximale Entfernung des Hundes zum Stand (pmax) exemplarisch untersucht. Im Ergebnis konnten dabei den Faktoren Wilddichte und Jahreszeit (Termin der Jagd im Laufe der Jagdsaison) ein signifikanter Einfluss auf die Zielgröße zugeordnet werden. Dies ist wie folgt zu erklären:

 

 

Zum Jagdverhalten und zur Aktivität von Stöberhunden

 

Das Jagdverhalten der Hunde ist eine Reaktion auf die Feindvermeidung des Wildes. Folglich konnte in Revieren mit hoher Wilddichte eine hohe Aktivität der Stöberhunde beobachtet werden. Die Hunde werden häufig mit frischer Witterung, Sichtbeobachtung und akustischen Reizen (Schüsse, Bellen anderer Stöberhunde, Lock-, Klage- u. Laufgeräusche des Wildes etc.) konfrontiert, was sie zu zahlreichen Jagdaktionen reizt. Ermüdungserscheinungen werden verdrängt. Ein größeres Aktionsgebiet und der Verlust der Orientierung des Hundes sind wahrscheinlicher, als bei Jagden in wildarmen Revieren. Die individuelle Vorliebe und Abneigung auf bestimmte Wildarten spielt dabei für den einzelnen Hund eine große Rolle.

Auch dem Zeitpunkt der Jagd im Laufe der Jagdsaison konnte ein großer Einfluss auf die Aktivität der Hunde zugeordnet werden. Dies wird auf folgende Gründe zurückgeführt:

 

Die physische Fitness ist bei den meisten Hunden zum Start der Jagdsaison noch nicht aufgebaut. Ein nicht geringer Teil der Hunde ist übergewichtig. Erschwerend können sich in diesem Zusammenhang die höheren Temperaturen im Oktober, verbunden mit einem (durch Belaubung begründeten) erhöhten Dickungsanteil in Laubholzkulturen mit Begleitvegetation, im Vergleich zu den drei Folgemonaten, auswirken.

 

 

 

Bild 2: Junger Schweisshund stellt nach langer Hetze einen Überläufer. Je höher die Stand-festigkeit, Dauer und Länge der Hetzen, desto mehr Abschlüsse enden mit einem Abschuss. Dieselbe Verknüpfung erfahren unsere Stöberhunde im Laufe der Jagdsaison zwangsläufig– sowohl an gesundem als auch krankem Wild.

 

Das Selbstbewusstsein des einzelnen Hundes ist zum Saisonstart noch begrenzt bzw. noch nicht entfaltet. Die Erfolgserlebnisse der Hunde bei Hetzen liegen, von einigen Nachsucheneinsätzen abgesehen, bereits neun bis zehn Monate zurück und entstammen der vorjährigen (Stöber-) Jagdsaison.

 

Die Bindung des Hundes zum Hundeführer ist zum Saisonstart sehr hoch. In der jagdfreien Zeit werden die meisten Stöberhunde mit Aufgaben/Beschäftigungen einer Bezugsperson konfrontiert (Prüfungsvorbereitung, Prüfungen, Nachsuchen etc.), die sich positiv auf die Bindung zu dieser auswirken.

Auf den Stöberjagden wird dagegen ein hohes Maß an Selbständigkeit verlangt und gefördert. Bei den Stöberjagden konnte beobachtet werden, dass Erfolgserlebnisse (in Form von erlegtem Wild, vor dem Hund gestelltes und erlegtes Wild, etc.) beim Hund sofort eine Verstärkung des Selbstbewusstseins bewirken und damit der Wille, ans Wild zu kommen, bereits mit der nächsten Jagdaktion zunimmt.

  

Fazit:

Mit Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und des Selbstbewusstseins erhöht sich die Selbständigkeit, die Intensität der Jagdaktionen und die Bereitschaft des Hundes, sich vom Führer (in Länge und Dauer) zu lösen.

 

 

Bild 3:     Schwarzwildbracke nach erfolgreicher Jagdaktion am gestreckten Frischling. Enden Jagdaktionen mit einem Abschuss, wirkt sich dieser Erfolg positiv auf das Selbstbewusstsein des Hundes aus

 

Zahlen, Entfernungen, Strecken

 

Bei der Mehrzahl der Hunde begann die Jagd mit einer schnellen, weiten Aktion zum Anfang der Jagd (Ø 950 m), wobei es sich immer um die Jagdaktion eines Stückes aus dem Revier der Stöberjagd mit anschließendem Rückweg handelte.

Beim Einsatz von Hundeführern an Gefahrstellen (Straßen, Schienen etc.), die wohlmöglich von Fernwechsel geschnitten werden, sollte diese Zahl Beachtung finden.

Blendet man die weiteste (oft die erste) Aktion aus, verringerte sich die Entfernung durchschnittlich auf etwa 550 m um den Stand des Hundeführers. Dieser Wert begrenzte den eigentlichen Aktionsraum des Hundes.

 

Die zurückgelegte Strecke der Stöberhunde betrug bei den meisten Hunden zwischen 12 und 25 km, (durchschnittlich etwa 17 km), wobei in Ausnahmefällen bis zu 50 km aufgezeichnet wurden. Ein hoher Wert kann auf eine hohe Intensität bei der Bejagung deuten. Im Umkehrschluss bedeutet dies nicht, dass ein niedriger Wert mit einer geringen Intensität einhergeht. Gerade in Revieren mit hohem Dickungsanteil konnte mehrstündige Jagdaktionen auf engstem Raum aufgezeichnet werden.

 

Die zurückgelegte Strecke kann jedoch nicht allein als Indiz für hohe jagdliche Aktivität herangezogen werden. Dies verdeutlichten Auswertungen von Hunden, die unter vergleichbaren Verhältnissen über mehrere Tage auf Jagden eingesetzt wurden. Dabei konnte oft kein Rückgang der zurückgelegten Strecke festgestellt werden, jedoch nahm die Dynamik und Dauer der Jagdaktionen deutlich ab.

 

Das Zentrum der Aktivität wurde in dieser Untersuchung auf die Fläche definiert, in der sich die Hunde mit einer 65%-igen Wahrscheinlichkeit aufhalten. Dieses Kerngebiet belief sich auf eine Flächengröße von 4 bis 7 ha. Aus dieser Zahl können Rückschlüsse auf die benötigte bzw. vertretbare Anzahl von Hunden je ha /Einstandsfläche gezogen werden.

 

 

Überjagen

 

Es ist unstrittig, dass eine effiziente Bejagung von Schwarzwild in Revieren mit hohem Dickungsanteil ohne Hunde nicht durchführbar ist. Ebenso unstrittig ist die Notwendigkeit einer großflächigen Bejagung der Sauen, was bereits vielerorts mit revierübergreifenden Bewegungsjagden erfolgreich umgesetzt wird.

Bei der Stöberjagd befinden sich die Hunde hauptsächlich außerhalb des unmittelbaren Einwirkungsbereiches des Hundeführers. Grenzen nachbarschaftlicher Jagdbezirke können dabei weder vom Wild noch von den Hunden beachtet werden. Kritiker dieser Jagdform verweisen auf die Problematik durch überjagende Hunde, was eine rechtswidrige Störung des fremden Jagdrechts darstellt und unter erschwerten Umständen einen Straftatbestandteil erfüllt.

 

 

 

Der sich seit Jahren abzeichnende Interessenskonflikt zwischen Gegnern und Befürwortern dieser Jagdform fand im Jahr 2008 mit dem Abschuss eines überjagenden Stöberhundes in Ilmenau/Thüringen einen weiteren Höhepunkt. Die Unsicherheit der Interessensverbände ist gestiegen und basiert im Wesentlichen auf fehlendem Wissen über die Aktivitäten der Stöberhunde während der Jagd. Folgende Fakten konnten zu dem Thema in dem Projekt ermittelt werden:

 

Im Untersuchungszeitraum haben von 193[1] standgeschnallten Hunden 20 Hunde die Jagdgrenze überschritten. Bei 10 Hunden konnte lediglich ein „Verlaufen“ festgestellt werden, d.h. die Hunde haben sich auf Wegen aus der Jagd entfernt. Die übrigen 10 Hunde (entspricht ca. 5 %) haben überjagt.

 

 

Abb. 2: GoogleEarth-Darstellung von Überjagungsaktionen eines Stöberhundes (Waldrand ist Jagdgrenze)..

 

Von diesen 10 Hunden haben mindestens vier Hunde ein krankes Stück Wild gejagt und dabei die Jagdgrenze überschritten haben. Dies konnte anhand der Aufzeichnungen und erfolgter Nachsuchen eindeutig rekonstruiert werden.

 

Lediglich sechs Hunde haben an voraussichtlich gesundem Wild überjagt. Bei zwei der sechs Hunde betrug die Entfernung des Standes zur Jagdgrenze weniger als 200 m, womit ein Überjagen in Kauf genommen werden musste.

 

Beobachtet wurde weiterhin, dass sich die Aktionsräume der Stöberhunde, auch der in den Randbereichen eingesetzten, in das Jagdrevier hinein orientierten.

 

Aus den gewonnen Erkenntnissen können folgende Empfehlungen angeführt werden, die das Risiko des Überjagens von Stöberhunden verringern:

 

-    einen Termin in den ersten drei Oktoberwochen wählen

-    Anzahl der Stöberhunde an den Jagdtermin anpassen. Oktoberjagden „verkraften“

mehr Hunde als Jagden ab November:

                           Oktober:                                1 Hund auf 4-6 ha Einstandsfläche

                           ab November:     1 Hund auf 5-10 ha Einstandsfläche

-    Reviergröße nicht unter 400 ha im Oktober und nicht unter 600 ha ab November

-    Entfernung/Distanz zum Nachbarrevier einhalten (Fernwechsel, Einstände

    beachten)

-    wenn grenznahe Einstände bejagt werden, sollten dort nur (durchgehende)

Hundeführer mit stark führerbezogen jagenden Hunden eingesetzt werden

-    die Hundeführer über die Problematik informieren und in die Planung einbeziehen.

Bekannte „Weitjager“ gezielt (z.B. zentrale Einstände im Jagdrevier) oder gar nicht einsetzen

 

 

Orientierung und Rückweg

 

Die Orientierung der Hunde erfolgt in fremden Revieren im Wesentlichen über die Hinfährte, d.h. der Hund läuft seinen Hinweg so lange zurück, bis er den Ausgangspunkt (Hundeführer oder Führerfährte), bzw. den Nahbereich des Hundeführers erreicht. Das schließt nicht aus, dass beispielsweise ein spitzer Winkel im Verlauf abgekürzt wird. Markante Revier- oder Geländebestandteile, wie breite Schneisen, Bachläufe o.ä. können von Hunden erkannt und für den sicheren Rückweg, ohne Arbeit der Hinfährte, genutzt werden. Häufig werden Schneisen, Wege und Straßen (!) für den Rückweg bis zum Schneiden der Hinfährte genutzt.

 

Überschießt der Hund seine Hinfährte kann es zu langen Suchaktionen auf den Wegen bzw. zum vollständigem Verlaufen des Hundes kommen. Die Tendenz zur Nutzung von Wegen ist hoch, steigt im Verlauf der Jagddauer an und konnte vorrangig bei älteren Hunden (ab Alter 4 Jahre) beobachtet werden.

 

Bei durchgehenden Hundeführern ist die Führerfährte die rote Linie für den Hund.

Bei weniger als 3 % der Hunde wurden Aktionen dokumentiert, bei denen Hunde nach einer (tlw. mehreren Kilometer) langen Jagdphase im fremden Revier nahezu geradewegs in den Nahbereich des Hundeführerstands laufen, wobei eine Orientierung über Hinfährte oder Wind ausschieden. Diese Art der Orientierung scheint nach einem „internen Kompass“ zu funktionieren. In der Abbildung 3 ist eine solche Aktion eines Stöberhundes aufgezeichnet, die mit einer Jagdaktion über annähernd drei Kilometer an einer altkranken Sau beginnt und mit einem Abschuss endet (Punkt 3).

 

Von mehreren Ständen (s. gelbe Sterne) konnte beobachtet werden, dass sich die Sau mehrfach dem Hund gestellt hat. Durch deren typisches Verteidigungsverhalten mit kurzen Angriffen und Drehungen kann die Richtung des Hundeführerstandes für den Hund ohne weiteres nicht mehr nachvollziehbar gewesen sein. Der Rückweg verläuft bei Westwind ca. 300-500 m westlich der Hetze. Der Hund nutzte größtenteils Wege, orientierte sich mehrfach ostwärts, bis schließlich 400 m vor den Stand die Hinfährte geschnitten wurde, wo der Hundeführer den Hund aufnahm.

 

Generell konnte in großflächigen, strukturarmen Revieren im Flachland (z.B. Truppenübungsplätze) zwei wesentliche Aspekte beobachtet werden:

 

-       Die Hunde entfernten sich tendenziell weiter von den Hundeführern.

                -       Es bereitete den Hunden größere Schwierigkeiten sich zu orientieren, als in

                        Mittelgebirgsrevieren.

 

Insgesamt fanden 13,3 % der Stöberhunde zum Jagdende nicht zum Hundeführer zurück und wurden abgeholt oder aufgelesen und zum Streckenplatz mitgenommen.

 

 

 

Abb. 3: GoogleEarth-Darstellung: 1 Stand, 2 Start Hetze

altkranke Sau, 3 Abschuss, 4 Rückweg


 

Tierschutz

 

Wie bereits erwähnt wurden vorrangig die Hunde einer Schützengruppe und somit eines Revier-teils mit der Technik ausgestattet. Ziel war die Analyse und Darstellung der Aktionsgebiete und Kerngebiete mehrerer Hunde eines Revierteils. Am Computer wurde das (zeit-) synchrone Starten sämtlicher aufgezeichneter Stöberhundeaktivitäten eines Jagdtages durchgespielt. Somit konnten Aussagen über die zeitgleiche Nutzung eines gemeinsamen Überlappungsraumes getroffen werden.

 

 

Abb.4: GoogleEarth-Darstellung der Aktionsgebiete (MCP) von vier Stöberhunden einer Gruppe

 

Im Ergebnis wird festgestellt, dass das Aktivitätszentrum eines Stöberhundes eine Fläche zwischen 4 und 7 ha umfasst. Zieht man die kurzzeitigen weiten Aktionen (Exkursionen) der Hunde mit in den potentiellen Flächenbedarf eines Stöberhundes ein wird festgestellt, dass sich die Aktionsgebiete der Stöberhunde regelmäßig überschneiden.

Ein gemeinsames Jagen von zwei oder mehr Hunden an gesundem Wild, dass länger als einige Minuten dauerte, war jedoch die Ausnahme. Weiterhin konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßig großflächige (>3 ha), gatterfreie Revierteile inkl. Einstandsflächen über die gesamte Jagddauer gar nicht von den Hunden belaufen wurden.

 

 

Bild 4: Dt. Wachtel findet und stellt kranken Frischling während der Jagd. Ohne geeignete Stöberhunde ist eine tierschutzkonforme Bejagung nicht möglich

 

Zusätzlich wurden die Aufzeichnungen der Hunde im Hinblick auf Geschwindigkeit analysiert. Jagdaktionen mit einer Geschwindigkeit über 25 km/h fanden regelmäßig statt, dauerten jedoch nur in Ausnahmefällen länger als 20 Sekunden. Diese Jagdaktionen konnten mehrfach Hunden zugeordnet werden, die kurzzeitig Wild auf Sicht gehetzt haben.

 

Gesundes Wild kann sich den Hunden durch Flucht entziehen und findet innerhalb der Jagdfläche Rückzugsmöglichkeiten. Aufgrund der vorliegenden Auswertungen ist beim Einsatz von solo jagenden, spurlauten Stöberhunden in einer Dichte von einem Hund auf 4 bis 10 ha Einstandsfläche grundsätzlich davon auszugehen, dass die Jagdform „Stöberjagd“ keine tierschutzrechtliche Relevanz besitzt.

 

Zusammenfassung

 

In einem wissenschaftlichen Projekt wurde im Zeitraum 2004-2009 auf 129 Bewegungsjagden die Aktivität von Stöberhunden mit speziellen GPS-Halsbändern dokumentiert und ausgewertet. Das Projekt sollte vorrangig Erkenntnisse zum Überjagen und zu Tierschutzaspekten auf Bewegungsjagden liefern.

 

Während eines Großteils der Jagdzeit hielten sich die Hunde in einem mittleren Radius bis zu 500 m um den Hundeführerstand auf und legten während einer zweistündigen Bewegungsjagd durchschnittlich 17 km zurück (entspricht 8,5 km/h). Typisch ist eine schnelle weite Jagdaktion in den ersten 15 Minuten. Der Rückweg erfolgt über die Hinfährte und einen „internen Kompass“. Im Verlauf der Jagdsaison konnte eine steigende Tendenz der Parameter festgestellt werden.

 

Die zurückgelegte Strecke kann nicht allein als Indiz für hohe jagdliche Aktivität herangezogen werden. Bei Stöberhunden, die an mehreren aufeinander folgenden Tagen jagten, wurde festgestellt, dass nicht zwangsläufig die zurückgelegte Strecke, jedoch die Dynamik und Dauer der Jagdaktionen deutlich abnahm.

 

Den Faktoren Wilddichte (wobei die individuelle Vorliebe und Abneigung auf bestimmte Wildarten für den einzelnen Hund eine große Rolle spielt) und Zeitpunkt der Jagd im Laufe der Jagdsaison konnte ein großer Einfluss auf die Aktivität der Hunde zugeordnet werden.

Mit Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und des Selbstbewusstseins erhöht sich die Selbständigkeit, die Intensität der Jagdaktionen und die Bereitschaft des Hundes, sich vom Führer (in Länge und Dauer) zu lösen.

 

Eine effiziente und tierschutzkonforme Bejagung von Schwarzwild in Revieren mit hohem Dickungsanteil ist ohne Hunde nicht umsetzbar. Da jedoch weder Wild noch Hunde Jagdgrenzen beachten, sollten „sensible“ Reviere an einem frühen Jagdtermin mit führerbezogenen Hunden bejagt werden. Wenn möglich sollten die Hundeführer in die Organisation miteinbezogen werden. Die Aktionen der Hunde, auch der in den Randbereich eingesetzten, fanden im Wesentlichen innerhalb des Jagdreviers statt. Dennoch sollte die Einhaltung von Mindestgrößen und –abständen beim Einsatz von standgeschnallten Hunden Beachtung finden. In der Untersuchung war der Anteil von Stöberhunden (193 Datensätze), die überjagt hatten, mit ca. 5 % sehr gering.

 

Gesundes Wild kann sich den Hunden durch Flucht entziehen und findet innerhalb der Jagdfläche Rückzugsmöglichkeiten. Insgesamt ist bei einem Einsatz von solo jagenden, spurlauten Stöberhunden in einer Dichte von einem Hund auf 4 bis 10 ha Einstandsfläche davon auszugehen, dass die Jagdform „Stöberjagd“ keine tierschutzrechtliche Relevanz besitzt.

 

Kontakt:

borisschnittker@hotmail.com

www.schwarzwildbracke-hexenkamp.de

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[1] Die Anzahl der Datensätze wurde aufgrund von unklarem Grenzverlauf auf 193 Hunde (anstatt 201), die vom Stand aus geschnallt wurden, begrenzt

 

 

 

VDH-Positionspapier zum Thema „Gefährliche Hunde“

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

das Ihnen vorliegende Mitteilungsblatt nimmt nach der Veröffentlichung von neuer Prüfungsordnung und neuer Zuchtordnung im letzten MB diesmal wieder einen normalen Umfang ein.

 

Der neu beschrittene Weg der Verlagerung der Ausrichtung unserer Mitgliederversammlung auf die Regionalgruppen mit gleichzeitiger Umstellung des Termins auf den Herbst hat bei der Premiere durch die Regionalgruppe Süd am 5. und 6. September 2009 in NEUDENAU  eine sehr gelungene Veranstaltung gebracht, wenn auch  die erhoffte  Steigerung der Teilnehmerzahl diesmal noch ausblieb.

 

In eine positive Richtung entwickelt sich auch unser Mitgliederstand, was der Auflistung unserer neuen Mitglieder in diesem Heft unschwer zu entnehmen ist. Wo Licht ist, ist aber leider auch immer Schatten. So gebot das satzungswidrige Verhalten einiger langjähriger Mitglieder striktes Handeln und konnte nicht ohne Folgen bleiben. Aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen die Zuchtordnung hat der Vorstand im Juni dieses Jahres zwei Mitglieder aus dem Verein ausgeschlossen.

 

Die Vorbereitung und Durchführung des Großen SBV-Wochenendes lag in den bewährten Händen von Tobias Volg, der Vorstand der RG Süd  und seine engagierten Mitstreiter haben diese Großveranstaltung mit Vorstandssitzung, RMG-Prüfung, Spezial-Zuchtschau, Zuchtzulassung und Geselligem Abend aufs Beste vorbereitet und durchgeführt. Auch von den Gremien der Stadt NEUDENAU wurden wir sehr gastfreundlich aufgenommen, aufgrund von fehlenden und teilweise  halbherzigen Anmeldungen für den geselligen Abend kam es vorübergehend  zu einer eigentlich vermeidbaren Überforderung der Organisatoren und der Servicecrew. Trotz dieser Widrigkeiten haben die Organisatoren in allen Bereichen hervorragende Arbeit geleistet, dafür sprechen wir unseren herzlichen Dank aus.

Wenn der Vorstand sich auch wegen der großen Aktualität in Bezug auf die Beratung der neuen Prüfungs- und Zuchtordnung eine größere Anzahl von teilnehmenden Mitgliedern erhofft hatte, zeigte sich nach engagiert und oft auch kontrovers  geführter Diskussion und Abstimmung doch ein gerüttelt Maß an Übereinstimmung  im Hinblick auf die Ziele des Vereins und die Neufassung der Ordnungen. Wenn auch einige Bestimmungen der neuen PO strittig blieben, kam die Mitgliederversammlung  letztendlich zu dem Schluss, dass die PO doch im Ganzen der Leistungsentwicklung unserer Hunde förderlich ist und in Kraft gesetzt werden soll. Nachdem alle Bestimmungen der alten PO überprüft und eine große Zahl davon optimiert wurden, werden in nächster Zeit alle Änderungen und Neuerungen auf ihre Auswirkungen in der Prüfungspraxis aufmerksam geprüft  und evaluiert.

 

Ergänzend ist anzumerken, dass nach Erlangung der Vollmitgliedschaft im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) im November 2008 alle zuchtrelevanten Ordnungen in einer Frist von 2 Jahren überarbeitet und an die VDH-Ordnungen angepasst werden müssen.

 

Die große Zustimmung zu unserer neuen Zuchtordnung zeigt, dass Hauptzuchtwart und Zuchtkommission mit der neuen ZO hervorragende Arbeit geleistet haben.

Züchterisch sind wir bei großer Nachfrage nach unseren Welpen auf einem guten Weg, die Züchtertagungen liefern dazu wertvolle Impulse. Die nächste Züchtertagung findet Ende Januar 2009 in Felsberg-Gensungen auf dem Heiligenberg statt, als fachkundige Referentin konnte unser Hauptzuchtwart Rolf Strieder

Frau Dr. Eichelberg gewinnen, die über „Genetik und Vererbungslehre“ referieren wird.

Die Frühjahrs-Spezialzuchtschau mit Zuchtzulassung wird im kommenden Jahr von der Regionalgruppe West  am 08. Mai im Bereich des Westerwaldes durchgeführt.

 

Für unsere Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung waren 8 Gespanne gemeldet, wovon 7 Gespanne erschienen waren und 4 davon diese doch recht anspruchsvolle  Prüfung bestehen konnten. Dank an die passionierten Führer, die sich dieser Aufgabe gestellt haben. Eine größere Nachfrage und engagiertere Beteiligung bei dieser für unsere Mitglieder nenngeldfreien Prüfung wünscht sich der Vorstand für das kommende Jahr, in dem die Regionalgruppe Mitte diese Großveranstaltung am ersten Wochenende im September ausrichten wird.

 

Bezüglich der internationalen Aktivitäten deutscher im Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) organisierten Jagdgebrauchshunderassen läuft zurzeit eine Abfrage und Bestandsaufnahme von VDH und JGHV. Ziel dieser Spitzenverbände ist es,  zusammen mit der FCI (Federation Cynologique International) allgemein gültige Lösungen für die internationalen Aktivitäten der deutschen Jagdhundzuchtvereine zu erarbeiten.

 

Der bereits im Juni 2001 gegründete internationale Zusammenschluss der Zuchtvereine der Schwarzwildbracke der Slowakei, Tschechiens und Deutschlands 

(IVZSSB) muss zur Zeit seine Bewährungsprobe bestehen, da sich in letzter Zeit im Bereich des slowakischen Kopovklubs bedeutende Veränderungen im Bereich der Vereinsführung mit erheblichen Auswirkungen auf unsere internationale Zusammen-arbeit ergeben werden.

 

Für die laufende Jagdsaison mit dem Schwerpunkt des Einsatzes unserer Hunde auf den Gesellschaftsjagden wünsche ich Ihnen guten Anlauf und Waidmannsheil sowie für die bevorstehende Weihnachtszeit und den Jahreswechsel alles Gute.

 

Mit den besten Grüßen und Waidmannsheil

 

Volker Göbel

 

 

 

 

Liebe Brackenfreunde!


Viele die dieses Mitteilungsblatt bekommen kennen mich. Dennoch möchte ich diese Gelegenheit nutzen mich und meine Person kurz vorzustellen.


Mein Name ist Manfred Schmid ich bin 47 Jahre alt, verheiratet, habe 3 Kinder und wohne in Effelder/Thür., im schönen Eichsfeld. Seit 1980 bin ich in der Forstbranche tätig. Zur Zeit leite ich einen Forstbetrieb, den ich gemeinsam mit meiner Frau, im März 1993 gegründet habe.
Im April 1987 habe ich meine Jägerprüfung erfolgreich bestanden. Jagd und Hunde faszinieren mich schon seit meiner frühesten Kindheit. Den Kopov selbst, führe ich seit knapp 10 Jahren. Ich besitze einen älteren Zuchtrüden den ich zur AZP und GP geführt habe. Weiterhin besitze ich zwei junge Hündinnen, die erfolgreich eine AZP abgelegt haben und die Chance erhalten sollen, zur Zucht zugelassen zu werden. Als Züchter selbst bin ich seit 2003 aktiv, habe schon einige Würfe gezogen und mein Zwingername lautet "von der Schweinegrube".


Ich versuche schon über Jahre hinweg keine Mitgliederversammlung auszulassen, nehme auch an vielen Anlagenzucht-, Gebrauchs- oder auch internationalen Prüfungen teil. Größtenteils als Zuschauer oder Beobachter, um zu sehen, wo wir mit der Zucht stehen oder auf welchem Leistungsniveau wir uns befinden.


Am 05.09.2009 zu der Mitgliederversammlung in Neudenau wurde ich, für mich selber etwas überraschend, zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das Vertrauen unserer Mitglieder ehrt mich und stellt für mich eine neue Herausforderung dar. Diese Chance möchte ich nutzen, um als Praktiker, unsere Rasse den Kopov, in seiner Leistung und Form weiter voran zubringen. Es hat sich schon in den letzten

8 bis10 Jahren, soweit ich den Überblick habe, sehr viel zum positiven getan. Leistungsmäßig haben wir schon sehr große Schritte nach vorn gemacht. Aber es gibt wie überall auch bei uns im SBV Baustellen, die nach  und nach abgearbeitet werden müssen. Dieses möchte ich als Herausforderung sehen, um mein Wissen und meine Erfahrungen im Verein einzubringen.


Wir befinden uns zur Zeit auf keinem schlechten Weg. Ich appelliere auch an alle Mitglieder des SBV: nutzt die Möglichkeit an Versammlungen teilzunehmen, trefft die Entscheidungen mit, bringt Euch mit ein und unterstützt den Verein mit Euren Ideen und Vorstellungen. Denn nur so können wir das bisher Geschaffene weiter fortführen.

 

Ich wünsche allen Mitgliedern zu der jetzigen Jagdsaison Waidmannsheil, unseren vierbeinigen Helfern viel Einsatz, Erfolg und Freude bei der Jagd.

Mit freundlichen Grüßen und Brackenheil
Manfred Schmid

 

 

 

Mitgliederentwicklung

 

Stand 01.10.2009

                                      

RG 

Mitglieder                           

Mitte   

243

Nord           

216

Süd             

118

West           

105

SBV gesamt

682

 

 

 

Mitgliederversammlung 2009

 

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 05.09.2008 fanden sich 51 Mitglieder in der Sturmfederhalle in Neudenau ein. Bedauerlich ist das geringe Interesse, da der SBV mit der Verlegung der Mitgliederversammlung in die Regionalgruppen und an das Wochenende der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung mit Zuchtschau, Zuchtzulassung und geselligem Abend neue Wege beschritten hat.

Der 1. Vorsitzende Volker Göbel eröffnete um 1630 Uhr die Versammlung und begrüßte die anwesenden Mitglieder sowie namentlich den Bürgermeister der Stadt Neudenau, Herrn Manfred Hebeiß und bedankte sich bei der ausrichtenden Regionalgruppe Süd für ihr Engagement. Anschließend stellte Bürgermeisters Hebeiß in seinen Grußworten kurz die Stadt Neudenau mit ihrem Umland vor.

 

 

TOP 2

Der 1. Vorsitzende stellte die Ordnungsmäßigkeit der Einladung zur Mitgliederversammlung fest. Das Protokoll der letztjährigen Versammlung wurde ohne Gegenstimmen genehmigt. Durch den Rücktritt von Frank Oeser als 2. Vorsitzender wurde eine Erweiterung der Tagesordnung erforderlich, unter TOP 6 wurde Neuwahl des 2. Vorsitzenden eingefügt.

Volker Göbel bat die Anwesenden sich zum Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder zu erheben.

 

TOP 3

Der Vorsitzende begann seinen Jahresrückblick mit der Begründung für die Verlegung der Mitgliederversammlung in den Herbst an das Wochenende der RMG.

Die Arbeit im Internationalen Verband zur Zucht der Slowakischen Schwarzwildbracke wird zunehmend schwieriger. Insbesondere Unstimmigkeiten innerhalb des Slowakischen Klubs bewirken derzeit eine Hinderung der Zusammenarbeit. Dennoch soll an der Arbeit im IVZSSB festgehalten werden.

 

Volker Göbel berichtet über die Zusammenarbeit mit VDH und JGHV. Der SBV ist seit November 2008 Vollmitglied im VDH. Durch Änderung der Rahmenrichtlinien muss der SBV alle die Zucht betreffenden Ordnungen überarbeiten und innerhalb einer Frist von 24 Monaten dem VDH vorlegen. Die Turbulenzen zwischen VDH und JGHV sind beigelegt.

Anschließend blickte er noch in einem kurzen Zeitabriss auf die Überarbeitung der neuen PO zurück, die unter TOP 7 beschlossen werden sollte.

Der Zuchtwart Rolf Strieder ging kurz auf das letztjährige Zuchtgeschehen ein und verwies auf die Ausführungen im letzten Mitteilungsblatt. Die Zahl an Zuchthunden sei im vergangenen Jahr weiter gestiegen, 8 Zuchthunde sind seit Mai 2009 neu in der Zucht, weitere werden am 06.09. folgen, derzeit stehen 49 Hündinnen sowie 41 Rüden zur Verfügung. In 2009 sind bisher 147 Welpen gefallen, davon 18 tot geboren oder später verstorben. Bisher konnten 63 Rüden und 66 Hündinnen einen neuen Besitzer finden. 4 bis 5 weitere Würfe fallen noch. Die Nachfrage ist weiterhin groß. Auffallend ist der recht hohe Anteil an Kaiserschnitten, eine Ursachenforschung ist geplant.

Die Ergebnisse sollen bei der Züchtertagung Ende Januar vorgestellt werden. Dort ist ferner ein Vortrag zur Vererbungslehre von Frau Dr. Eichelberg vorgesehen.

 

 

TOP 4

Der Schatzmeister Ernst Halberstadt berichtete über das Rechnungsjahr 2008. Im vergangenen Jahr gab es Einnahmen in Höhe von 42.922,95 €, sowie Ausgaben in Höhe von 42.184,74 €. Der Kassenbestand erhöhte sich dadurch auf 3.214,61 €. Ernst Halberstadt erläuterte, dass es im vergangenen Jahr außergewöhnliche Ausgaben für Gebühren für die erfolgte Vollmitgliedschaft im VDH entstanden sind.

  

TOP 5

Die vorab einstimmig gewählten Kassenprüfer Roland Braas und Manfred Teuber bescheinigten dem Schatzmeister eine vorbildliche Arbeit. Auf Antrag der Kassenprüfer wurden Vorstand und Schatzmeister einstimmig entlastet.

 

TOP 6

Es lagen 3 Anträge von Helbert Ernst und ein Antrag von Stephan Esch vor. Alle Anträge waren im letzten MB veröffentlicht. Herr Ernst zog seine Anträge nach einer teilweise sehr persönlich geführten Diskussion zurück. Der Antrag von Stephan Esch wurde mit keiner zustimmenden und 29 ablehnenden Stimmen bei 20 Enthaltungen abgelehnt. (2 stimmberechtigte Mitglieder erschienen erst nach dieser Abstimmung).

Anschließend erfolgte die Wahl der/des 2. Vorsitzende/n. Als Vorschlag des Vorstandes stand Gerlinde Skrzypek zur Wahl, aus der Versammlung wurde Manfred Schmidt vorgeschlagen. Es wurde geheime Abstimmung beantragt. Zum 2. Vorsitzenden wurde Manfred Schmid mit 30 zu 21 Stimmen gewählt.

 

TOP 7

Rolf Strieder stellte kurz die Notwendigkeit der Anpassung der Zuchtordnung vor:

·   Durch Änderung der Rahmenrichtlinien des VDH musste eine Phänotyp- Beurteilung eingeführt werden.

·   Zuchtverbot und Zuchtbuchsperre sind neu definiert worden.

·   Statt einer 12 monatigen Sperre nach einem Wurf sind die Würfe je Hündin jetzt auf 2 in 24 Monaten begrenzt.

·   Die Verwendung von Deckrüden des SBV für Hündinnen aus dem Ausland wurde neu aufgenommen.

·   Die Bekämpfung der HD wurde neu beschrieben.

 

Die neue Zuchtordnung ist mit 50 Ja Stimmen und einer Enthaltung beschlossen

worden.

 

Anschließend stellten Volker Göbel und Gerlinde Skrzypek die überarbeitete Prüfungsordnung vor. Neu oder geändert wurde im Wesentlichen:

·   Die Teilprüfungsregelung wurde präzisiert und eingeschränkt.

·   Keine Wiederholung der AZP bei Schussscheue.

·   Die Prüfungsfächer wurden präzisiert.

·   Ein Wesenstest wurde eingeführt.

·   Für die Vergabe der Preise bei den Gebrauchsprüfungen werden nur die bei der GP geprüften Fächer berücksichtigt.

·   Die Gehorsamsregelungen wurden den Brauchbarkeitsverordnungen angepasst.

 

Nach langer, sehr intensiv geführter Diskussion ist herausgekommen, dass vielen Mitgliedern die PO mit zu viel Schwerpunkt auf Schweiß und zuwenig auf die Arbeit am Schwarzwild verfasst worden ist. Nachdem zumindest zweiteres von der Arbeitsgruppe teilweise entkräftet werden konnte, warb Prüfungsobmann Hubertus Heine nochmals für diese PO und bat um Zustimmung.

 

 

Die neue Prüfungsordnung wurde mit 35 Ja und 11 Nein Stimmen bei 4 Enthaltungen  beschlossen.

 

Der Vorsitzende schloss die Versammlung um 19.30 Uhr.

Einwendungen gegen dieses Protokoll können binnen eines Monats nach Veröffentlichung schriftlich an den Vorsitzenden gerichtet werden. Gehen innerhalb dieser Frist keine Einwendungen ein, so gilt das Protokoll als genehmigt.

 

Ralf Kremeike                                  

Geschäftsstelle Schwarzwildbrackenverein

 

 

 

Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung 2009

 

Am 05.09.2009 fand im Vorfeld der Mitgliederversammlung die diesjährige Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung in den Revieren um Neudenau statt.

 

Nach intensivem Telefonterror im Vorfeld war es gelungen 8 „Freiwillige“ als Teilnehmer der diesjährigen Prüfung zu gewinnen. Fünf auf erschwerten Schweißprüfungen zum Teil bereits erfolgreiche Gespanne waren für die 20-Std. Fährte gemeldet, drei ältere und erfahrene Hunde sollten ihr Können auf der 40-Std. Fährte unter Beweis stellen. Leider musste ein Hundeführer krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

 

Geprüft wurde in drei Gruppen unter den Obleuten Volker Göbel, Hubertus Heine und Rainer Müller. Die Bedingungen für die Hunde (feucht und nicht zu warm) waren gut. Aufgrund der Niederschläge am Vortag war allerdings kaum noch Schweiß als Bestätigung zu finden, so dass eingespielte Gespanne, bei denen der Führer das Verhalten des Hundes zu deuten wusste, im Vorteil waren.

 

 

Auf der 20-Std. Fährte zeigten Martin Dedi und „Quax vom Uhlengrund“ eine sehr ansprechende Arbeit, die mit einem II. Preis bewertet wurde. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten, die bereits nach 200m zum ersten Abruf führten, gelangte das Gespann sicher zum Stück. Der Führer suchte und fand mehrmals Schweiß; beide Wundbetten und 4 Verweiserpunkte wurden gemeldet. Zwei Tage vor der RMG hat das Gespann den Leistungsnachweis Schweiß „Natur“ abgelegt und damit eindrucksvoll demonstriert, dass sich Nachsuchenpraxis und gute Prüfungsergebnisse nicht ausschließen. Die übrigen Gespanne auf der Übernachtfährte waren den Bedingungen am Prüfungstag leider nicht gewachsen.

 

Auf der 40-Std. Fährte bestätigte sich, dass man die Verleitungen in Revieren, in denen „nur“ Reh- und Schwarzwild vorkommt, nicht unterschätzen sollte. Auch die erfahrenen Gespanne - unter ihnen die Prüfungssieger der Jahre 2005 und 2006 - hatten deutliche Schwierigkeiten und mussten sich erheblich ins Zeug legen. Letztlich gelangten aber alle drei erfolgreich im III. Preis zum Stück.

 

 

 

Der Prüfungssieg nebst Wanderpreis ging demzufolge an Martin Dedi und seinen Rüden „Quax vom Uhlengrund“.

 

Für die erfolgreichen Teilnehmer gab es auch in diesem Jahr wieder wertvolle Preise. Unser Dank gilt den Neudenauer Jägern sowie den Landesbetrieben ForstBW und Hessen-Forst für die Bereitstellung der Reviere und die als Preise zur Verfügung gestellten Jagdeinladungen. 

 

Hundename

Führer

 

Stehzeit

Ergebnis

Quax vom Uhlengrund

Martin

Dedi

20 Std.

SW II

Arco Casa Fortuna

Bernd

Spielmann

40 Std.

SW / IIIa

Inka von Kiekindemark

Oliver

Schuppert

40 Std.

SW / IIIb

Indra vom Kalmberg

Gerold

Vogt

40 Std.

SW / IIIc

Aika vom Teuretal

Oliver

Eifert

20 Std.

ohne Preis

Alf vom Böcklingsee

Frank

Nohe

20 Std.

ohne Preis

Amme von der groben Erde

Juliane

Prestel

20 Std.

ohne Preis

Amou Treu-Gesell

Aron

Schwers

20 Std.

abgesagt

  

Wie bereits eingangs erwähnt, wäre die Prüfung ohne längere Telefonate im Vorfeld nicht zustande gekommen. In einem Verein, in dem seit geraumer Zeit jährlich rund 150 Welpen gezogen werden, von denen - wenn man den Aussagen vieler Führer am Rande von Übungstagen bzw. AZPen Glauben schenken darf - mindestens ¼ ausschließlich auf Schweiß geführt wird, müsste man eigentlich erwarten, dass sich die Mitglieder um die wenigen Plätze auf einer solchen im Rahmen der Mitgliederversammlung nenngeldfrei angebotenen Prüfung reißen. Aus für die Organisatoren nicht nachvollziehbaren Gründen ist leider seit Jahren das Gegenteil der Fall.

 

Für einen künftigen Schweißspezialisten sollte die Teilnahme an einer derartigen Prüfung - sofern nach Landesrecht nicht ohnehin vorgeschrieben - eigentlich selbstverständlich sein. Aber auch für einen Allrounder, der neben dem Stöbern für leichtere Nachsuchen eingesetzt wird, stellt eine VSwP nach entsprechende Einarbeitung keine unüberwindbare Hürde dar. Gerade die Hunde, die nur wenige Nachsucheneinsätze im Jahr haben, brauchen eine gründliche Einarbeitung auf der Kunstfährte, da sie - anders als Spezialisten - ihren Erfahrungsschatz nicht durch ständige Praxis erweitern können.

 

Es ist sicher kein Geheimnis, dass zum erfolgreichen Bestehen einer Schweißprüfung neben guter Vorbereitung auch eine Portion Glück gehört. Vor diesem Hintergrund muss auch niemand fürchten, dass er sich blamiert. Niemand hat etwas zu verlieren, nur wer sich der Prüfung stellt hat überhaupt eine Chance zum Stück zu kommen.

 

Es wäre schön, wenn sich im kommenden Jahr mehr „echte“ Freiwillige fänden.

 

Tobias Volg

Prüfungsleiter

 

 

Züchtertagung

 

Die Züchtertagung findet am Sonntag den 31. Januar 2010, um 10.00 Uhr im Burg-Hotel auf dem Heiligenberg bei Gensungen statt.

Der Kreis der Teilnehmer ergibt sich aus § 3.4 unserer neuen Zuchtordnung, eine gesonderte Einladung ergeht nicht.

 

Tagesordnung:

1.       Begrüßung durch den HZW Rolf Strieder

2.       Vortrag von Frau Dr. Eichelberg mit dem Thema „Genetik und Vererbungslehre“

3.       Rückblick auf das Zuchtjahr 2009.

4.       Ausblick für die Zucht in 2010.

5.       Allgemeine die Zucht betreffende Fragen.

 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

in Neudenau war es nun endlich soweit, nach längeren Diskussionen hat die Mitgliederversammlung mehrheitlich die im vorangegangenen Mitteilungsblatt veröffentlichte Prüfungsordnung beschlossen. Diese gilt ab dem 01.01.2010 und ist verbindlich anzuwenden.

 

Auch wenn sich alle an der Erarbeitung Beteiligten nicht immer und nicht in allen Belangen einig waren, bleibt doch festzustellen, dass dieser Schritt zu mehr Konkret- und Korrektheit zwingend notwendig war. Den Hundeführern, die ihren Hund auf den Prüfungen vorstellen, liegt nun ein gut nachvollziehbares Regelwerk vor und denen, die unmittelbar in Vorbereitung und Durchführung der Anlagenzucht- und Gebrauchsprüfungen eingebunden sind, wird die nicht immer einfache Arbeit erleichtert und auf sichere Füße gestellt.

Ein Punkt, auf den hier im Besonderen hingewiesen werden soll, sind die Teilprüfungen bei der Anlagenzuchtprüfung. Anders als nach der alten Prüfungsordnung gehandhabt, sind dafür nun klare Grenzen gezogen.

Für die Prüfung des Verhaltens am Schwarzwild bestehen momentan genügend örtliche Prüfungsmöglichkeiten, so dass separat durchgeführte Teilprüfungen für dieses Fach eher eine untergeordnete Rolle spielen werden. Schwerpunkt der Teilprüfungen wird die Prüfung der Spurarbeit und des Lautes sein. Allgemein ist in diesem Zusammenhang auf folgende Sachverhalte hinzuweisen:

 

  1. Termine von Teilprüfungen werden vom Prüfungsleiter in Absprache mit dem für die Organisation der Prüfung verantwortlichen       Prüfungsobmann verbindlich festgelegt und den Prüfungsteilnehmern mit der Einladung zur Kenntnis gegeben.

  2. Die Bewertung der Fächer Spurarbeit, -laut und Verhalten am Schwarzwild außerhalb dieser Teilprüfungstermine, etwa im Rahmen von Schulungswochenenden etc., ist nicht statthaft. Es gilt entweder wird geübt oder geprüft.

  3. Bei den Prüfungen im Frühjahr 2010 können nur Vorleistungen aus Teilprüfungen anerkannt werden, die nach den Maßgaben der neuen Prüfungsordnung bewertet wurden. Eine Anerkennung von Bewertungen aus 2009 und früher ist daher nicht möglich.

  4. Unabhängig von den Prüfungen werden von den Regionalgruppen im Verein Schulungs- und Übungsmöglichkeiten angeboten, diese sollten von den Prüfungsteilnehmern in ausreichendem Maße genutzt werden. (Dann gibt es auch auf der Prüfung kein böses Erwachen). Insbesondere sollte zur Vorbereitung des Verhaltens am Schwarzwild auch einmal in dem Gatter geübt werden, in dem später die Prüfung stattfindet.

 

Allen Prüfungsteilnehmern viel Prüfungsglück und maximale Erfolge.

 

Hubertus Heine

 

 

 

 

Liebe Brackenfreunde,

 

wie Sie sicher schon bemerkt haben, gibt es nur sehr wenig vernünftige Literatur über die Schwarzwildbracke. Das aus dem Slowakischen übersetzte Buch, das über den Verein vertrieben wird, gibt einen guten Einblick in die Geschichte der Rasse sowie das Hundewesen in der Slowakei. Für diejenigen, die sich erstmalig mit dem Gedanken auseinandersetzen, sich eine Schwarzwildbracke anzuschaffen, ist es jedoch wenig geeignet.

 

Gerade solche Interessenten möchten wir mit dem in der neuen Premium-Ratgeberreihe des Bede-Verlages geplanten Buch über die Schwarzwildbracke ansprechen. Wir wollen weder eine umfassende Monagraphie über den Kopov noch ein weiteres Buch zur Hundeausbildung schreiben. Das Konzept der Reihe sieht vielmehr einen rassespezifischen Teil mit Informationen zu Geschichte, Standard, jagdlicher Verwendung sowie Wesen und Eigenheiten der jeweiligen Rasse sowie einen allgemeinen Teil mit wichtigen Tipps zur Anschaffung, Haltung und Erziehung von Hunden vor.

 

Neben dem Konzept hat mich bei der Reihe auch die großzügige und sehr aussagekräftige Bebilderung (knapp 200 Fotos!) angesprochen. Und hierbei setze ich auf Ihre Unterstützung. Üblicherweise werden die gewünschten Fotomotive von den Vertragsfotographen des Verlages mit einer sehr überschaubaren Zahl an Hunden produziert. Die große Vielfalt einer Rasse kann dadurch nur bedingt abgebildet werden. Der Verlag war - eine ausreichende Qualität der Aufnahmen vorausgesetzt - damit einverstanden, die Vielfalt durch Einbeziehung von durch SBV Mitglieder zur Verfügung gestellte Fotos zu erhöhen. Vorraussetzung ist allerdings, dass wir die Verwertungsrechte an den Fotos für dieses Projekt beim Verein bündeln, der hierfür eine Zuwendung in die Vereiskasse erhält. Für den Verlag wäre es zu aufwändig, mit einer größeren Anzahl an Leuten wegen jeweils einer geringen Zahl an Fotos Verträge abzuschließen.

 

Wenn Sie also Ihren Vierbeiner im Buch verewigen möchten, würde ich mich sehr über die Zusendung von Digitalfotos freuen. Was alles an Motiven benötigt wird, können Sie der beigefügten Fotoliste entnehmen. Wie Sie sehen, dürfte nahezu alles, was Sie an Fotos von Ihren Hunden haben, irgendwo passen. Die Auflösung sollte möglichst hoch sein, das Buch wird mit 300 dpi gedruckt. Einzelne Fotos können Sie mir gerne per Email senden, größere Mengen bitte auf CD brennen.

 

Mit der Zusendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Verwertungsrechte an den Aufnahmen für dieses Buchprojekt sowie die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins an den SBV übergehen. Selbstverständlich können Sie selbst die Aufnahmen in anderem Zusammenhang weiterhin verwenden bzw. die Rechte für andere Projekte an Dritte übertragen.

 

 

Tobias Volg

Hindenburgstraße 22

76332 Bad Herrenalb

 

volg@schwarzwildbracke.de

 

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

anlässlich unserer Regionalgruppenversammlung am 16.Mai 2009 wurde über unsere Teilnahmemöglichkeit an dem diesjährigen großen Schwarzwildbrackenwochenendes am 05./06.September 2009 im Württemberger Unterland gesprochen.

 

Um den Teilnahmewunsch unserer Mitglieder nicht an Kosten und Fahranstrengungen scheitern zu lassen, wurde die Idee geboren zu dieser Veranstaltung eine große Fahrgemeinschaft zu bilden und gemeinsam mit einem Reisebus dort hinzufahren.

 

Diese Idee haben wir aufgegriffen und folgende organisatorische Fakten zusammengetragen:

 

1. 

 Da die Rüdiger-Melchior-Prüfung am 05.09. um 7:30 Uhr beginnt, dem Interessierten Publikum eine Teilnahme ermöglicht sein sollte, erfolgt die Abfahrt bereits am Freitag, dem 04.09.2009, um  10:00 Uhr ab Kyritz. Zustiegsmöglichkeiten sind in Wittenberge, Arendsee, Wolfsburg und Göttingen.. Die Rückfahrt wird für Sonntag, dem 06.09.2009 12:00 Uhr geplant.

2.

Nach Rücksprache mit dem Busunternehmen kann ein Bus mit einer Platzkapazität von 50 Fahrgästen zur Verfügung gestellt werden. Der Fahrkosten für die Busfahrt belaufen sich auf 2.200 EUR. Bei voller Auslastung der Buskapazität wären 44,00 EUR pro Person ausschließlich für die Fahrt zu entrichten.

3.  

Sollte diese von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, ist ein gesondertes Hotel zu buchen. Eine Aussage zur Höhe der Übernachtungskosten kann an dieser Stelle noch nicht getroffen werden. Es sollte jedoch davon ausgegangen werden, dass hierzu Kosten in Höhe von 50,00 bis 75,00 EUR pro Doppelzimmer anfallen werden.

4.

Da die Mitnahme von Hunden im Reisebus nicht möglich ist, kann einem Mitglied, welches mit seinem Hund aktiv an dieser Veranstaltung mitwirken möchte keine Mitfahrunterstützung gewährt werden.

 

Verehrte Mitglieder, die Organisation dieser Fahrgemeinschaft ist mit sehr viel Engagement, Aufwand und Mühen verbunden. Um keine Fehlinvestitionen zu tätigen möchten wir hiermit den Bedarf unserer Mitglieder abfragen.  

 

Sollten Sie von dieser Mitfahrgelegenheit verbindlich Gebrauch machen wollen, bitte ich Sie Ihr Interesse fernmündlich bzw. per E-Mail an unseren Regionalgruppen-Prüfungsobmann, Andreas Markwart bis zum 15. Juli 2009 zu richten.

(E-Mail: am-mechow@web.de, Tel.: 0173-6048885).

 

Nach Wertung und Berechnung der Anmeldungen erfolgt eine gezielte Hotelsuche einschließlich Konkretisierung der Fahrkosten.

 

Am 27.07.2009 erfolgt Ihnen gegenüber eine verbindliche Aussage zu den Fahr- einschließlich Hotelkosten. Diese Information erhalten Sie auf Nachfrage hin bzw. informieren Sie sich über die Homepage des SBV, RG Nord. Bis zum 07. August 2009 ist dann der Fahrpreis einschließlich Kosten der Hotelübernachtung vorab zu zahlen.  

 

Ich bitte um Prüfung Ihrer Möglichkeiten und erbitte Ihre Antwort,

 

Ihr Steffen Schmidtke

 

Da sich lediglich ein Interessent gemeldet hat, kann die gemeinsame Busfahrt leider nicht durchgeführt werden!!!

 

 

In eigener Sache

Liebe Mitglieder,

die Bockjagd hat begonnen und der Mai ist auch schon wieder ins Land gegangen. Einige unserer Mitglieder haben sich gefragt, ob in diesem Jahr unsere Mitgliederversammlung ausfällt. Es ist eine der auffälligsten Veränderungen in diesem Jahr, dass die  Mitgliederversammlung in diesem und den folgenden Jahren stets am ersten Wochenende im September stattfinden wird. Ausgerichtet wird dieses Brackenwochenende mit Vorstandssitzung, Rüdiger-Melchior-Gedächtnis-Schweißprüfung, Zuchtschau, Mitgliederversammlung , Zuchtzulassung und Grünem Abend zukünftig im jährlichen Wechsel durch die Regionalgruppen, in diesem Jahr treffen wir uns bei der ausrichtenden RG Süd im Württemberger Unterland, in Neudenau in der Nähe von Heilbronn. Durch das Herausstellen und Erleben der regionalen Besonderheiten werden sich sicher auch neue Einsichten und Kontakte ergeben, wie die erfolgreichen Veranstaltungen im September 2007 in Spornitz / Parchim der RG Nord sowie im  September 2008 der RG West in Hochscheid und Morbach / Hunsrück bereits gezeigt haben.

Das große Engagement von Vorstand und  Mitgliedern unserer Regionalgruppen zeigt sich außer in der Durchführung der Prüfungen deutlich auch in den Aktivitäten bei der Installierung und Renovierung von Übungsgattern für die Arbeit am Schwarzwild in Großlohma in Thüringen und Perleberg / Karthan in Brandenburg, hier wurde in den RG Mitte und Nord mehr als fleißig gearbeitet und auch großzügig gespendet.

Die Aktivitäten der Regionalgruppen sind auch ausführlich und sehr informativ in der Übersicht Entwicklung des Prüfungsgeschehens dargestellt, hier kann jedes Mitglied sich einen guten Überblick über die Prüfungsergebnisse der letzten 11 Jahre verschaffen. Diese Ergebnisse bilden vorrangig  die Grundlage für unsere Leistungszucht und bieten außerdem jedem Hundeführer viele Einsichten und Empfehlungen für die  entsprechenden Vorbereitungen auf die jeweiligen Prüfungen.

Ein oft in Züchterkreisen kontrovers diskutierter Punkt ist die Höhe des Welpenpreises, die Welpenpreisempfehlung unseres Vereins wurde von machen Züchtern nicht akzeptiert. Da der  Vorstand die Meinung vertritt, das unsere Welpen auch für den Normaljäger erschwinglich bleiben sollen, hat er daraufhin eine Umfrage hinsichtlich des Welpenpreises gestartet. Das Ergebnis dieser Umfrage wurde bei der Züchtertagung Anfang Februar in Malsfeld vorgestellt, eine große Mehrheit hat sich für die Beibehaltung und Durchsetzung der Welpenpreisempfehlung ausgesprochen. Die Nachfrage nach unseren Welpen ist nach wie vor groß und konnte doch in letzter Zeit nur unzulänglich befriedigt werden.

Nachdem im vergangenen Jahr die Welpenzahl stark hinter den Prognosen und Erwartungen zurück blieb, hoffen wir in diesem Jahr bei 40 geplanten Anpaarungen auf ein erfolgreiches Zuchtgeschehen und viele gutveranlagte Welpen.

Im aktuellen Mitteilungsblatt sind die neue Prüfungsordnung sowie eine geänderte Zuchtordnung zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung abgedruckt. Vorgaben der Dachverbände JGHV und VDH und ein umfangreicher und intensiver Meinungsaustausch der Ausschuss- und Vorstandsmitglieder fanden in den nun vorliegenden Ordnungen ihren Niederschlag. Weiterhin sind an gleicher Stelle die eingegangenen Anträge zur Mitgliederversammlung abgedruckt.

 Im September 2010 wird die RG Mitte die Mitgliederversammlung und das Brackenwochenende am Kissel bei Eisenach, dem Gründungsort unseres Vereins ausrichten. Die bisherigen stets gut besuchten Veranstaltungen der RG haben das Motto des RG-Vorsitzenden hervorgebracht, das alle Mitglieder zusammenrücken sollen ( und das nicht nur im Gasthaus).

Das hält der Vorstand generell für ein sinnvolles Motto und wünscht sich interessierte und engagierte Teilnehmer an den kommenden Prüfungen und Veranstaltungen.  

Mit den besten Grüße und Brackenheil

Volker Göbel

 

 

Großes SBV Wochenende 04. - 06.09.2009

 

Liebe Brackenfreunde,

 

wie im letzten Jahr angekündigt, wird unsere Mitgliederversammlung künftig nicht mehr im Mai bei Kassel stattfinden. Vielmehr soll sie am ersten Septemberwochenende gemeinsam mit Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung, Zuchtschau und Zuchtzulassung im jährlichen Wechsel von den Regionalgruppen ausgerichtet werden.

 

In diesem Jahr sind wir bei der Regionalgruppe SÜD im Württemberger Unterland zu Gast. Noch heute geben zahlreiche Burgen und Schlösser Zeugnis von der wechselvollen Geschichte und bieten ein stilvolles Ambiente für verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Das Unterland gehört zur größten Rotweinregion Deutschlands, alleine im Landkreis Heilbronn gibt es fast 6.000ha Weinberge. Wirtschaftlich spielt der Weinbau mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Die Region lebt von der Auto- (AUDI) und Zulieferindustrie in deren Umfeld sich auch etliche Betriebe der High-Tech-Branche angesiedelt haben.

 

Zum Auftakt des Wochenendes findet am Freitag um 16.00Uhr eine Sitzung des erweiterten Vorstandes im Gasthof zur Krone in Bad Friedrichshall-Kochendorf statt.

 

Am Samstag heißt es früh aufstehen - zumindest für die Teilnehmer der Rüdiger-Melchior-Gedächtnisprüfung. Richter und Hundeführer werden um 7.30Uhr an der Saatschulhütte bei Neudenau erwartet (Ab Ortsmitte der Beschilderung folgen). Die Siegerehrung erfolgt im Rahmen der Abendveranstaltung. Die besten Gespanne erwarten wie immer wertvolle Preise.

 

Unsere Spezialzuchtschau findet ab 10.00Uhr ebenfalls bei der Neudenauer Saatschulhütte statt (Ab Ortsmitte der Beschilderung folgen). Die Siegerehrung erfolgt im Rahmen der Abendveranstaltung.

 

Ab 10.00Uhr wird an der Saatschulhütte der Grill rauchen. Neben ihren gegrillten Spezialitäten halten die Neudenauer Jäger kalte Getränke sowie Kaffee + Kuchen für uns bereit.

 

Am frühen Nachmittag bleibt Zeit, die Zimmer zu beziehen und sich frisch zu machen. Im Gästehaus Bauer sind bis 01.08.2009 Zimmer vorreserviert. Bitte buchen Sie ihre Unterkunft möglichst frühzeitig. Es stehen dort 40 Zimmer zur Verfügung (Preis ab 29€ / Person und Nacht). Für die Fahrt nach Neudenau empfehlen wir die Bildung von Fahrgemeinschaften.

 

 

Die Mitgliederversammlung findet um 16.00Uhr in der Sturmfeder-Halle in Neudenau statt. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

1.       Begrüßung, Grußworte

2.       Feststellung der Ordnungsmäßigkeit der Versammlung

3.       Tätigkeitsberichte des Vorstandes

4.       Kassenbericht

5.       Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes

6.       Anträge an die Mitgliederversammlung

7.       Verabschiedung der neuen Prüfungsordnung sowie der überarbeiteten Zuchtordnung

8.       Verschiedenes

 

Parallel zur Mitgliederversammlung bieten wir für weniger am offiziellen Teil interessierte Begleiter(innen) ein kulturelles Alternativprogramm. Treffpunkt um 16.00Uhr im Foyer der Sturmfeder-Halle, bitte Autoschlüssel nicht vergessen.

 

Nach der Mitgliederversammlung soll es fließend in den gemütlichen Teil übergehen, der ebenfalls in der Sturmfeder-Halle stattfindet. Gegen 19.30Uhr erwartet uns ein Menü aus regionalen Spezialitäten mit integrierter Weinprobe. Im Anschluss erfolgen die Siegerehrungen. Der Abend wird von einigen musikalischen Darbietungen umrahmt. Da wir für die Vorbereitung entsprechenden Vorlauf benötigen, möchten wir Sie bitten, sich bis 15.08.2009 verbindlich anzumelden. Als Anmeldung dient die Überweisung des Unkostenbeitrages in Höhe von 30€ (Menü mit Weinprobe) bzw. 20€ (Menü ohne Weinprobe) auf das Konto der Regionalgruppe SÜD.

 

Kontoverantwortlicher:

Verwendungszweck:

Kontonummer:

Bankleitzahl:

Bank:

Helmut Gneiting

MV 2009 sowie die Namen der Teilnehmer angeben!

38 12 88 005

612 901 20

Volksbank Kirchheim-Nürtingen eG

 

Damit alle, die dies möchten, die Weinprobe genießen können, wird Sie ein Schuttle-Service zur Unterkunft zurückbringen.

 

Weiter geht es am Sonntag um 10.00Uhr an der Saatschulhütte mit der Beratung der Zuchtkommission. Um 11.00Uhr wird dort auch die Zuchtzulassung stattfinden.

 

Vor Ort stehen Gerold Vogt (0160 / 99036835) und Stefan Kircher (0172 / 8894588) für Fragen und weitere Erläuterungen zur Verfügung.

 

Wir würden uns freuen, Sie möglicht zahlreich zu diesem Wochenende begrüßen zu dürfen und wünschen eine gute Anreise.

 

Volker Göbel       

 

wichtige Adressen:

 

 

Gästehaus Bauer

Wächterstraße 20-22    

74177 Bad Friedrichshall-Kochendorf  

07136/24275  

www.gaestehaus-bauer.com

Sturmfeder-Halle

Schulstraße 9

74861 Neudenau

(Parkplatz befindet sich im Eichklingenweg)

 

                                                                                                                            

                                                                                                  

                       

 

 

 Mitgliederentwicklung

 

Regionalgruppe                                Mitglieder                            Stand 16.04.2009

Mitte                                                      229

Nord                                                      213

Süd                                                       107

West                                                     116

SBV gesamt                                       665

 

 

 

Züchtertagung am Sonntag, den 1. Februar 2009  in Malsfeld

 

1. Begrüßung durch Rolf Strieder, er gibt einen kurzen Überblick über die Tagesordnung.

 

2. Vorstellung der Umfrageergebnisse über die Welpenpreise.

 

Zuchtbuchführer Ernst Halberstadt und Hauptzuchtwart Rolf Strieder stellen die Ergebnisse der Umfrage ausführlich vor. An der Umfrage konnten sich alle aktiven Züchter beteiligen. Gem. Zuchtordnung ist  Züchter, wer über einen aktuell zur Zucht zugelassenen Hund verfügt, egal ob Rüde oder Hündin.

Von den Befragten stimmten ca. 70 % für die Beibehaltung des festen Welpenpreises von 600 €, in Folge dazu bleibt auch die bisherige Decktaxe bestehen.

Das Deckgeld beträgt 200€ Grundgebühr und zusätzlich für jeden aufgezogenen und eingetragenen Welpen 50 € (bei durchschnittlich 8 Welpen ergibt das dann auch für den Zuchtrüdenbesitzer 600,00 €).

Die Grundaussage ist, dass der Erwerb eines Welpen auch für Jäger mit kleinem Geldbeutel erschwinglich bleiben soll, denn gerade diese waren in der Vergangenheit die Garanten für die Vorstellung der Hunde bei Leistungsprüfungen.  

    Für das weitere Vorgehen wird folgende Absprache getroffen:

Wer sich von den Züchtern nachweislich nicht an den Welpenfestpreis hält, dessen Zuchthunde werden von der SBV-Homepage entfernt, folgerichtig werden deren Würfe nicht auf der Homepage angekündigt und nach dem Wölfen nicht veröffentlicht!

Wurde vom Züchter die Welpenverkaufpreisvereinbarung (über 600,00 €) nicht unterschrieben, kann der Deckrüdenbesitzer auch das Deckgeld dem Höherpreis entsprechend anpassen.

 

 

3. Vortrag von Dr. med. vet. STIEF

 

·   Erstversorgung eines verletzten Hundes

 

Dr. Stief empfiehlt die  Erste  Hilfe Tasche für Tiere (Erste Hilfe Set) von Royal Canin, besonders lehrreich ist das Beilageheft.

 

Stichwortartig möchte ich noch mal die wichtigsten Merksätze in Erinnerung rufen:

*

Hund hat Schmerzen: ggf. Fang zubinden, Zustand des Tieres nicht verschlechtern, bei Wirbelsäulenverletzung eine harte Unterlage schaffen.

*

Keine Gifte im Hundefreilauf auslegen (z.B. Schneckengift)

*

Bei Verletzungen Ruhe bewahren > Kontaktaufnahme mit dem verletzten Hund versuchen

*

Kontrolle: Puls, Pupillengröße (Pupille eng, man hat eine Chance), Atmung, Schleimhautfarbe (weiß: Blutverlust oder Schock; blau: verendet)

*

Herzstillstand:

a) Atemwege freihalten (Fang auf, Zunge etwas auf die Seite legen und evtl. Erbrochenes herausbefördern)

b) Beatmung über die Nase, dabei muss der Fang geschlossen sein (3-4 mal), der Brustkorb muss sich heben, dabei den

     Kopf etwas überstrecken (Rückenlinie, Schädel und Nase bilden eine Linie)

c) Herzdruckmassage ca. 5-10 mal; Sauerstoff muss unbedingt in die Lunge > nach Kreislaufzirkulation muss das

     Hinterteilüberstreckt (Rückenlinie, Schädel und Nase bilden eine Linie) und  unbedingt hoch gelagert werden.

*  

Blutungen: < zum Herz hin abbinden (bis max. 2 mal abbinden)

*

Frakturen: ruhig stellen (mit Watte oder elastischen Verbänden) aber besser ist der sog. „Dreibeiner“ (Fortbewegung ohne Zwang und dadurch rel. ohne Schmerzen > Keine Gewalteinwirkungen oder falsche schmerzhafte Fixierungen durch Rüdemann)

*

Hautwunden: 6h-Regel > Verschmutzungen verhindern, kein eindringen von Bakterien (aerob oder anaerob)

*

Nach Verletzungen unbedingt Kontakt mit dem nächsten VM aufnehmen! (Beschreibung der Situation >kann sich dann schon entsprechend vorbereiten)

*

offener  Thorax: Mediastinum ist geschlossen > Hund kann dann auch mit nur einem Lungenflügel atmen > Auf keinen Fall luftdicht abdecken oder verbinden (Hund erstickt, obwohl er sonst noch auf 50% atmen könnte!)

*

Wurfgeschehen: wenn nach max. 4h nur zwei Welpen geboren wurden, bitte den Tierarzt zu Rate ziehen. Ein Kaiserschnitt ist grundsätzlich kein Grund für eine Zuchtuntauglichkeit

 

 

 

Grundsätzliches zur HD- Untersuchung von Hunden:

 

*

Im Röntgenbild müssen unbedingt der Name und die Chip- Nummer leserlich als Implantat zu erkennen sein. Die zweifelsfreie Zuordnung ist Voraussetzung für die Auswertbarkeit. Der VM hat zu unterschreiben, mit seiner Unterschrift bescheinigt er die Identität des Hundes. Unbedingt hat der VM auf die Qualität der Aufnahmen zu achten:

Schärfe, Kontrast und richtige parallele Fixierung > Auswertung nach 14 Kriterien nach MORGEN  sollte möglich sein.

*

HD Ursachen:

 

·   Erblichkeitsgrad von 25%  bis 70% (nach DISTEL 2007  weit über 90%, je nach

    Literatur)

·   Umweltgestaltungen

·   Fütterungskonzept

·   unphysiologische Bewegungsabläufe geduldet (Phasen von Bewegung und Schlaf

    beachten!)

·   Energie-Protein-Quotient

 

 

„Wer am wenigsten liest, macht auch die wenigsten Fehler!“

 

 

Hunde mit C- und D- (E-) Würfen besser aus der Zucht selektieren;

Obergutachten fallen zu 10% im Schnitt schlechter aus (… bei 90% bleibt es so, keine besseren Obergutachten nachgewiesen)

 

 „ Zucht heißt Geduld ohne Ende“

     

Wir danken Dr. met. Vet. Stief für seinen ausführlichen, informativen und an der Praxis orientierten Vortrag.

 

4. Vorstellung der HD Auswertungen der Jahre 2004 bis 2008

 

 HD-Auswertung: Möglichst viele Welpen sollten in die  HD-Auswertung einbezogen werden. Eine Schlüsselstellung hat hier der Züchter, er muss seine Welpenkäufer eindringlich auf die Notwendigkeit einer HD- Untersuchung für das weitere positive Zuchtgeschehen im SBV hinweisen.

 

Im Mitteilungsblatt sollten die Welpenbesitzer, welche mit ihrem Hund an der HD-Untersuchung teilgenommen haben, veröffentlicht werden.

Nur so ist es der Zuchtkommission möglich, bessere Nachzuchtbewertungen durchführen zu können. Im Jahr 2007 wurden 42 Hunde, in 2008 55 Hunde  auf HD untersucht. Im Vergleich zu den gezogenen Welpen ist dies eindeutig nicht genug.

 

Das Ziel muss sein, mindestens 70 % aller Welpen zu röntgen, derzeit liegen wir bei nur 25 %. Für den Züchter gilt die Faustzahl – aus einem 6er Wurf sind mindestens 4 Welpen zu röntgen.

   

Das abgebildete Säulendiagramm zeigt sehr anschaulich die derzeit untersuchten Hunde.

 

 

   

Der eindeutige Schwerpunkt liegt im B1 und B2 Bereich, auch haben wir mehr A als C Hunde. Der Anteil der Hunde mit A2 und B1 ist gegenüber den Jahren zuvor eindeutig gestiegen, wir wollen alle hoffen, dass es uns auch in der Zukunft gelingen wird, diesen positiven Trend fortzusetzen.

 

5. Vorstellung der Zuchtplanung für das Jahr 2009              

 

Derzeitiger Stand der Zuchthunde: 51 Hündinnen und 48 Rüden sind derzeit im SBV zur Zucht zugelassen. Beantragt wurden von den Züchtern 40 Anpaarungen, allen Anträgen wurde von der Zuchtkommission grundsätzlich zugestimmt. Nicht in allen Fällen konnte den Rüdenwünschen der Hündinnenbesitzer entsprochen werden, hierauf wurde bereits in den entsprechenden Anschreiben eingegangen.

Die Hündinnen sollen innerhalb von 12 Monaten keine zwei Würfe legen, dies sieht die derzeitige VDH-Vorgabe, welche aus dem Tierschutzgesetz abgeleitet ist, vor. Die derzeitigen Regelarien sind unbedingt taggenau einzuhalten, Stichtag ist der Wurftag.

Grundsätzlich wurde die VDH-Vorgabe beachtet, HD-C mit HD-A anzupaaren.

Glücklicherweise ist es gelungen, in ca. 80% der Anpaarungen einen IZK  von 0,0 zu erzielen. In den übrigen Fällen ist nur ein sehr geringer IZK von max. 3,8 in Kauf genommen worden. Um auch in der Zukunft noch optimales Zuchtpotenzial zur Verfügung zu haben, wurde versucht, Hunde mit reiner Slowakischer Herkunft wieder mit solchen Hunden anzupaaren. Dies verschafft uns die Möglichkeit, die Zucht über eine größere genetische Basis auszudehnen.

Sofern sich ein Züchter entscheidet in dem Bezugsjahr doch nicht zu züchten, dann bitte eine kurze Mitteilung an die Zuchtleitung.

 

6. Allgemeine die Zucht und Wurfabnahmen betreffende Fragen

 

Es kommt zwischen den Hunden zu keiner Verpaarung, ist ein Rüdenwechsel möglich?

Grundsätzlich: Ja, es muss aber absolut klar sein, dass es zu keinem Deckakt (… auch keinem anfänglichen) gekommen ist. Bestätigung durch Rüdenbesitzer erforderlich.  Dann über die Zuchtleitung einen neuen Deckschein anfordern, > neuer Deckschein dann an den Zuchthündinnenbesitzer. Danach kann mit einem anderen Rüden eine neue Verpaarung versucht werden. Nicht jedoch, wenn die Hündin über Nacht bei dem zunächst festgelegten Rüden geblieben ist.

 

Welcher Zuchtrüde hat zu wie viel Welpen oder auch leerer Zuchthündin geführt?

Es ist keine genaue Zuordnung auf Rüden oder Hündin möglich. Nur wenn z.B. bei drei verschiedenen Zuchthündinnen kein Wurf, so kann dies nur am Zuchtrüden liegen.

 

Warum erfolgt die Zuchtfreigabe für neu zur Zucht zugelassene Hunde erst im Folgejahr?

Siehe  derzeitige Zuchtordnung, also Zuchtbeginn ab Frühjahrshitze im Folgejahr. Die Zuchtplanung muss sorgfältig ausgearbeitet werden. Voraussetzung ist die Kenntnis der gesamten verfügbaren Zuchtpopulation im SBV um effektiv planen zu können, dann erfolgt die Verpaarungsfestlegung durch die Zuchtkommission. Um die Situation für die Hunde, die erst im Herbst auf der AZP laufen, zu entspannen wird es Ende November/Anfang Dezember einen dritten Zuchtzulassungstermin geben. Die ersten beiden Zuchtzulassungen finden wie bisher im Anschluss an die beiden Zuchtschauen statt.

 

Eine Bitte für die Verpaarungen 2010: Hinweise vom Züchter auf der Zuchtantragskarte geben, ob die Wurferwartung im 1. oder 2 Halbjahr liegt.

 

Rolf Strieder und Falkhard Dau

 

 

 

Gesamtauswertung der Prüfungsergebnisse seit 1997

 

Hallo Kopovfreunde,

 

im Ergebnis der Anlagenzucht- und Gebrauchsprüfungen unseres Vereines haben wir im Laufe der Zeit eine Menge von Leistungen unserer Hunde bewertet. Ab 1997 erfolgte die Bewertung einheitlich nach dem  9er – Punktesystem (vorher 4er – Punktesystem).

 

Im Folgenden werden in einer kleinen Zusammenstellung die Prüfungsergebnisse und deren Entwicklung näher betrachtet. Denn sie bilden doch eine der wesentlichen Grundlagen für unsere (Leistungs-)Zucht.

 

Auf Grund der unterschiedlichen Prüfungsmöglichkeiten und -bedingungen sind die Leistungen bzw. die damit verbundene Zahl der geprüften Hunde in den einzelnen RG nicht zu bewerten. Egal ob 4 oder 20 Hunde geprüft werden, jedem der uns bei Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen unterstützt und sich hier einbringt gebührt großer Respekt.

 

Wie bereits erwähnt liegen ab 1997 durchgängig Bewertungen in einem einheitlichen Punktesystem vor und so wird auch mit der Auswertung der Prüfungsergebnisse in diesem Jahr begonnen. Zusammengetragen habe ich die Prüfungsergebnisse aus den Gebrauchsstammbüchern, soweit diese mir vorliegen und aus den Auflistungen, die in unseren Mitteilungsblättern veröffentlicht wurden. Ab 2005 wird, Dank der Arbeit von KF Hartung, das Datenmaterial in eine Excel-Tabelle eingespeist, die eine unkomplizierte Auswertung ermöglicht.

 

 

Hunde, die unmittelbar vor Prüfungsbeginn zurückgezogen wurden bzw. nicht erschienen, sind in dieser Auswertung nicht berücksichtigt. Bis 2003 tauchte verschiedentlich auch die Note 9 als Bewertung hervorragender Leistungen außerhalb des Faches „Verhalten am Schwarzwild“ auf.

Naturleistungszeichen sowie Verbandsschweiß- und Fährtenschuhprüfungen sind in der Auswertung nicht mit berücksichtigt.

Anlagenzuchtprüfungen (AZP)

 

Seit 1997 wurden auf AZP’en insgesamt 689 Hunde geprüft. Die nachfolgend aufgeführte Grafik gibt einen Überblick über die Entwicklung in den Regionalgruppen.

 

 

Im folgenden Teil wird auf die Leistungsentwicklung in den einzelnen AZP – Prüfungsfächern näher eingegangen.

 

Ein großer Teil der geprüften Hunde bringt bei der AZP gute und sehr gute Leistungen.

 

Seit 2004 bleiben die Leistungen in den meisten Fächern konstant. Im Verhalten am Schwarzwild und Schweißarbeit ist ein Leistungsrückgang feststellbar.

 

Spurarbeit, (Fährtenarbeit) und -laut

 

Die Entwicklung des Spurlautes zeigt in den letzten 4 Jahren einen leichten Aufwärtstrend. Organisation und Durchführung der Prüfung von Spurarbeit und –laut werden in den nächsten Jahren einen, wenn nicht den Hauptschwerpunkt bei den AZP’s bilden.

 

Auf Grund des stetigen Rückganges (2008-wurden keine Hunde im Fach geprüft) und der ohnehin geringen Zahl von Prüfungsergebnissen wurde die Fährtenarbeit bei der weiteren Auswertung nicht berücksichtigt. Die bisherige Entwicklung der Prüfungsergebnisse der Fährtenarbeit jedoch informativ in der folgenden Grafik mit dargestellt. Auch im Entwurf der neuen Prüfungsordnung ist die Bewertung des Fährtenlautes noch mit vorgesehen.

 

 

Ein direkter Ergebnisvergleich zwischen Spur- und Fährtenarbeit ist auf Grund der unterschiedlichen Anzahl an Prüfungsergebnissen nicht möglich. Von den insgesamt 689 geprüften Hunden wurden nur 120 auf Fährtenlaut geprüft. Bei den übrigen wurde der Spurlaut, bei einem geringen Teil der Sichtlaut bewertet.

 

Die Fächer Spurwille, -sicherheit und Nase wurden in der folgenden Grafik zusammengefasst. Die hier von unseren Hunden gezeigten Leistungen weisen seit Beginn der Auswertungen eine deutliche Konstanz auf.

 

 

Verhalten am Schwarzwild

 

Beim Verhalten am Schwarzwild ist, über den Auswertungszeitraum ein Leistungsrückgang erkennbar. In den letzten 3 Jahren scheint sich die Leistung unserer Hunde in diesem Fach auf einem etwas tieferen Niveau zu stabilisieren. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig.

 

 

Schweißarbeit

 

Der Leistungsabfall im Fach Schweißarbeit ist nach im Wesentlichen auf mangelnde Ausbildung eines Teils der Hunde und teilweise unzureichende Kenntnis der Prüfungsmodalitäten zurückzuführen.

 

 

Oft wird in Gesprächen mit den Hundeführern deutlich, dass erst kurz vor dem jeweiligen Prüfungstermin mit einer konkreten Vorbereitung begonnen wurde. Auch wenn erfahrene Hundeführer behaupten, dass entweder 3 oder 30 Übungsfährten zum Erfolg führen, so sollte unter Beachtung der Individualität des Hundes der Schwerpunkt im entsprechenden Zeitrahmen doch auf den 30 Übungsfährten liegen. Über den Sinn oder Unsinn dieses Faches bei einer AZP zu streiten ist müßig. Fakt ist auch wenn sie nicht direkt in die Bewertung der Anlagen des Hundes einfließen, werden auch bei der Arbeit auf der künstlichen Fährte verschiedene Anlagen des Hundes, wie Nervenstärke oder Finderwilllen (auch wenn der Duftbereich hier den auf der Hasenspur um ein vielfaches übersteigt), sichtbar.

Zum anderen wird immer argumentiert, dass verschiedene Hundeführer den Hund ausschließlich zum jagen (stöbern) einsetzten. Im Nachhinein wird dann immer noch angeführt: na eine kurze Totsuche kann er auch ohne Prüfung machen! Falsch, denn auch für eine kurze Totsuche benötigen wir den brauchbaren Hund und i. d. R. ist nichts so ungewiss wie der Ausgang einer Nachsuche. Die 600m Fährte stellt an unsere Hunde, eine entsprechende Einarbeitung vorausgesetzt, keine besonders hohen Anforderungen und erfüllt in den meisten Bundesländern, oft in Kombination mit einer besonderen Prüfung des Gehorsams, auch die Anforderungen zum Erlangen der jagdlichen Brauchbarkeit.

 

Schussfestigkeit

 

Die Kürze des Abschnitts soll nicht über den hohen Stellenwert hinwegtäuschen, den eine objektive Prüfung des Verhaltens auf den Schuss bei unseren Hunden hat. Von den 689 geprüften Hunden konnten 52 Hunde nicht das Prüfungsergebnis „schussfest“ erreichen. Das sind  7,5 % der auf den AZP’en geführten Hunde.

Auch wenn dieses Fach für die meisten als relativ problemlos erscheint, Kontinuität und Einfühlungsvermögen in unseren zukünftigen Jagdgefährten sind auch hier von höchster Bedeutung!

 

Was ist zu tun?

 

Bei jeder AZP erscheint ein Teil der Hundeführer gut vorbereitet, mit vollständiger Ausrüstung  und den notwendigen Kenntnissen. Ebenso ist auf vielen Prüfungen bei einem nicht unerheblichen Teil der Gespanne das Gegenteil zu beobachten und oft wundern sich diese Hundeführer dann, warum ihr Hund auf den Prüfungen nicht das zeigt, was er woanders schon gezeigt hat.

Zur Steigerung des Prüfungsniveaus muss dieser Sachverhalt bei den Schulungswochenenden mehr in den Vordergrund rücken.

Das Leistungsniveau eines Hundes ist allein mit dem Besuch eines Schulungswochenendes nicht von 0 auf 100 zu erhöhen. Jeder Hund benötigt entsprechend seiner Veranlagung und seines Entwicklungsstandes individuelle Vorbereitung.

Diese fängt bereits an wenn der Welpe das erste Mal zu seinem Führer kommt und setzt sich über die gesamten Zeitraum bis zur Prüfung und darüber hinaus fort. Kontinuität und Einfühlungsvermögen des Hundeführers gegenüber seinem Jagdgenossen sind hier gefragt.

Wir als Verein müssen auf diesem Weg Hilfe und Unterstützung leisten, wenn möglich auch individuell. Die Verantwortung für die Ausbildung des Hundes können wir jedoch nicht übernehmen.

Momentan scheinen sich die Probleme beim Fach Verhalten am Schwarzwild etwas zu entspannen. Die neuen Möglichkeiten die sich hier bieten, sind konsequent zu nutzen. 

Die größten Ansprüche werden zukünftig die Organisation und Durchführung der Prüfung von Spurarbeit und Laut an uns stellen. Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist hier jeder Kopovfreund gefordert. An erster Stelle sollte auch hier immer der eigene Hund stehen.

 

Ergeben sich darüber hinaus weitere Möglichkeiten z.B. bei der Erschließung neuer Prüfungsreviere, bei der Organisation und Durchführung von Schulungswochenenden und Prüfungen oder einfach bei der Hilfe untereinander, so sind diese unbedingt wahrzunehmen. 

Gebrauchsprüfungen (GP)

 

Im Vergleich zu den AZP’en spiegeln die Teilnehmerzahlen der GP’en ein deutlich geringeres Interesse wieder.

 

Hauptgrund hierfür sind sicher in erster Linie die deutlich höheren Anforderungen. Mit der Auswertung der Prüfungsergebnisse wurde ab 2001 begonnen. Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen geht aus der nachgestellten Grafik hervor.

 

 

Im folgenden Teil wird nur die Entwicklung der bei einer GP geprüften Fächer dargestellt.

 

 

Erfreulich ist, dass trotz steigender Teilnehmerzahlen in den letzten 4 Jahren die Prüfungsergebnisse im Fach Schweißarbeit (und Vorsuche) eine leichte Steigerung aufweisen bzw. konstant bleiben.

Dieses Fach hat im Vergleich zur AZP einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad und ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund für die geringen Teilnehmerzahlen an dieser Prüfung.

 

Von einem fertig ausgebildeten und eingejagten Kopov, muss erwartet werden, dass er und sein Hundeführer als Gespann in der Lage sind eine Fährte dieser Länge auszuarbeiten.

 

Noch mehr als bei der AZP hängt jedoch hier die Qualität der gezeigten Leistungen in den Fächern maßgeblich von der Zeit ab, die sich der Hundeführer für die Ausbildung und zum Einjagen seines Hundes nimmt. Auch hier ist Kontinuität der wesentliche Meilenstein zum Erfolg.

 

 

Den zweiten Prüfungsschwerpunkt einer GP bilden die Fächer Waldsuche und Orientierung, auch hier ist, trotz steigender Teilnehmerzahlen, ein Anstieg bzw. eine Konstanz bei den erreichten Prüfungsergebnissen zu erkennen. Von unseren eingejagten Hunden sind eine raumgreifende und ausdauernde Waldsuche und eine sichere Orientierung, auch im fremden Gelände zu erwarten. Die Hunde sollen, wenn möglich sicher und ausdauernd an Wild jagen.

 

Der Zeitrahmen für die Prüfung dieses Faches muss dem Temperament des Hundes angepasst werden und darf nicht zu knapp bemessen sein. Wenn’s denn mal ganz weit geht und der Hund selbstständig zurückfindet, ist das immer noch besser, als das er nach 5 min beim Führer steht und bleibt.

 

Das heißt nicht, dass er wenn wirklich nichts da ist planlos herumsuchen soll. Aber das Prüfungsgelände muss so groß bemessen sein, dass es nicht in 5 min vom Hund komplett abgesucht werden kann.

 

 

Die Prüfung dieser beiden Fächer soll im gehobenen Maßstab zeigen, dass unsere Hunde zusätzlich zu dem entsprechendem Temperament und Jagdwillen auch gehorsame Jagdbegleiter sein können. Die sich, soweit notwendig, den Anweisungen des zweibeinigen Jagdgenossen unterordnen. Wenn notwendig auch mal gegen besseres Wissen. Im Gegensatz zur AZP, bei der nur im allgemeinen Rahmen die Führigkeit unserer Hunde beurteilt wird, darf der GP Hund mit beiden Fächern keine Probleme haben. Ob es zum ersten Preis bei der GP immer frei und ohne Halsung sein muss, sei einmal dahin gestellt.

 

Fazit: Es soll und darf niemanden vorgeschrieben werden wie und was er mit seinem Hund, seinem Jagdgefährten, machen soll! Wir sind ein Verein und wollen mit unseren Kopov’s jagen. Jede(r) von uns nutzt seine Möglichkeiten so gut wie es eben geht und dafür gebührt ihr/ihm unser aller Respekt.

 

Beim kritischen lesen der nachfolgend aufgeführten Gedanken  bitte ich neben der notwendigen Sachkenntnis den Humor nicht fehlen zu lassen! Denn wir betreiben unsere Arbeit mit den Hunden ja aus eigener Veranlassung und Berufung und nicht auf Befehl von oben.

Die momentane Entwicklung der Prüfungsergebnisse in verschiedenen Fächern der AZP’en lässt, oberflächlich betrachtet, den Schluss zu,  die Leistungen unserer Hunde fallen, fast wie derzeit die Aktienkurse trotzdem gibt es auf vielen Prüfungen auch Lichtblicke (selbst erlebt)!

Es wird immer Zeitabschnitte geben in denen die Durchschnittsleistung abfällt und genauso gibt es Zeiten da geht’s wieder bergauf. Diese Entwicklung hat auf die des einzelnen Hundes keine Auswirkung. Hier zählt nur die individuelle Vorbereitung auf die Prüfung und jeder selbst muss hier den Hebel ansetzen, um seinen Hund auf die AZP vorzubereiten.

 

Dazu ein paar Gedanken von mir: Nach dem der Welpe bei Euch eingezogen ist, bleibt mit dem Züchter in Kontakt. Informiert Euch bitte zeitnah über die Prüfungsmodalitäten, ggf. beim Welpenkauf, im Mitteilungsblatt und im Internet. Lasst die Termine und Fristen nicht aus den Augen. Nutzt die angebotenen Schulungswochenenden.

Denkt aber dabei daran, dass es damit noch nicht getan ist!  Kein Hund ist alleine nach dem Besuch eines Schulungswochenendes reif für die Prüfung.

 

Achtet insbesondere auf individuelle Stärken und Schwächen Eures Hundes, die kann eigentlich nur der Hundeführer zeitig genug erkennen.

 

Rennt bitte nicht mit halbfertigen Kopov’s auf Drückjagden herum und schnallt diese vom Stand. Der Hund lernt hier oft sicher mehr als Euch lieb ist, vor allem Unsinn.

Bei vielen Hunden die auf Prüfungen erscheinen wird auf Grund der gezeigten Leistungen deutlich, dass es sich der Hundeführer die Einarbeitung des Hundes auf diese Art durchgeführt hat. Die ersten Erfolge müssen Hund und Hundeführer alleine feiern. Haltet Kontakt zu benachbarten Hundeführern und tauscht Euch aus! Beginnt die Vorbereitungen auf die Prüfung nicht in den letzten 8 Wochen vor Prüfungs-termin. Informiert Euch den Mitgliederversammlungen in Eurer Regionalgruppe.

 

Zu guter letzt soll muss hier jedoch auch den Züchtern für ihre Arbeit gedankt werden. Sie schaffen mit ihrer Zucht eine (die) wesentliche Grundlage in unserem Verein. Das auch dabei nicht alles so glatt abläuft, wie es theoretisch möglich ist liegt in der Sache.

 

Am Schluss der Ausführungen sei allen Züchtern für ihre verantwortungsvolle und gute Arbeit gedankt. Stellvertretend für alle, sind hier einmal die Zwinger aufgeführt aus denen im Auswertungszeitraum 10 und mehr Hunde an Anlagenzuchtprüfungen unseres Vereins teilnahmen.

 

Zwinger

AZP-Teilnahmen seit 1997

vom Uhlengrund

72

von der Teufelskanzel

vom Wartburgland

56

von Kiekindemark

40

vom Fieting

von der Schweinegrube

28

vom Kalmberg

25

vom Räuberkrug

24

von Rottmünde

21

vom Havelberger Dom

21

vom Birkenluch

19

Venandi

17

vom Seemühler Forst

17

vom Hübenthal

16

vom Inselbergblick

12

vom Silberloch

10

Casa Fortuna

10

 

388 Prüfungsteilnahmen

 

Allen Kopovfreunden für den kommenden Herbst ein kräftiges Brackenheil und den Betreffenden maximale Prüfungserfolge!

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          

Hubertus Heine

 

 

 

Ab sofort findet im vereinseigenen Schwarzwildgatter des Schwarzwildbrackenverein (Slovensky Kopov) e.V. in Karthan bei Perleberg wieder Übungsbetrieb für Jagdhunde statt.

Interessenten melden sich bitte bei Herrn Bernd Halter (Tel.Nr. 0172/ 7045834) an. Um einen effizienten Übungsbetrieb sicherzustellen, werden Teilnehmer mit max. 10 Hunden pro Tag gebündelt.

Pro Übungseinsatz wird von Mitgliedern des SBV sowie Jagdscheininhabern des Landes Brandenburg eine Gebühr i.H. von 10,00 EUR erhoben. Alle anderen Teilnehmer zahlen 15,00 EUR pro Hund und Übungseinsatz.

Da gegenwärtig ein Übungsanstau zu verzeichnen ist, sind geringe Wartezeiten möglich. Um längerfristige Planungen wird gebeten.

 

 

 

 

Kennt jemand diesen Hund?

 

Sehr geehrter Herr Strieder!

Vielleicht können Sie uns ja behilflich sein, bei der Suche nach dem Besitzer dieses Hundes:

Seit einigen Wochen  wurde in den Wäldern rings um unseren Ort (St. Andreasberg) eine Brandlbracke (oder Kopov) gesichtet, die aber nicht eingefangen werden konnte.

Da bekannt war, daß wir einen Brandlbrackenrüden haben, wendete man sich an uns, ob es vielleicht unser ist, oder aber, ob wir wissen, wem er abhanden gekommen sein könnte. Wir konnten nicht weiterhelfen.

Nun wurde der Hund angefahren und zum Tierarzt gebracht. Dort stellte man eine Tätowierung fest, die aber nicht komplett lesbar ist: zu erkennen sind als letzte Buchstaben 16 und davor noch eine 3 oder eine 5.

Vielleicht können Sie uns ja weiterhelfen und feststellen,ob der  Hund evtl. in Ihrem Verein gezüchtet wurde und wohin er hier in Deutschland gehört?

Er ist momentan noch in der Tierarztpraxis, wo er aber leider nicht bleiben kann, da die hauseigenen Hunde nicht verträglich sind. Und bevor er ins Tierheim kommt, möchte ich gern alles versuchen, seine eigentlichen Besitzer zu finden.

Ich schicke Ihnen mal die Zeitungsausschnitte und das Originalfoto dazu und hoffe, Sie haben eine Idee, wie wir hier wohl weiterkommen könnten - vielleicht können Sie die Anfrage ja auch noch verbreiten?

Herzliche Grüße aus dem Oberharz

 

 

Wer meint, helfen zu können, wendet sich bitte an unseren Hauptzuchtwart Rolf Strieder.

 

 

Züchtertagung und Zuchtwarteschulung  am 30. August in Wolfsburg/Unkeroda bei Eisenach

 

Unsere erste Züchtertagung wurde durch den Vortrag von Frau Dr. Katharina Bottenberg ganz wesentlich bereichert. Themenschwerpunkt war die Aufzucht und Pflege der Hundewelpen.

Die wichtigsten Ergebnisse nochmals kurz zur Erinnerung:

In der Wurfkiste kein Rotlicht, kein Heu und kein Stroh verwenden. Wenn die Wurfkiste im Haus ist, sollte auch keine Wärmeplatte verwendet werden. Wärmematten aus der Schweinezucht haben sich sehr gut für die Aufzucht von Welpen bewährt. Als Einlage in der Wurfkiste hat sich Kunstrasen, der täglich gewechselt wird,  als sehr praktisch und hygienisch herausgestellt.

Nach dem 8. Lebenstag sollte der Welpe sein Gewicht verdoppelt haben.

Besonders wichtig ist die frühzeitige Entwurmung der Welpen, erstmals zwischen dem 10. und dem 14. Lebenstag. Die Mutterhündin muss ebenfalls mit entwurmt werden. Alle 10 Tage ist die Wurmkur zu wiederholen, ab der 5. Lebenswoche mit wechselnden Wurmmitteln, um Resistenzen zu vermeiden.

Ab der 4. Lebenswoche beginnt die Sozialisationsphase, sie endet mit der 12.-14. Woche. Wir bieten den Welpen ab der 4 Woche genügend Auslauf und Spielmöglichkeiten an. Beispielsweise seien Drehscheiben zur Koordinierung der Bewegungen, Plastikflaschen mit Steinchen zur Milderung der Geräuschempfindlichkeit, Markknochen zum Kauen, Röhren zum Durchkriechen, Sauschwarten usw. genannt. Der Fantasie der Züchter sind keine Grenzen gesetzt.

Ganz wichtig ist jedoch der tägliche Kontakt zu Menschen, insbesondere zu Kindern. Ganz besonders bedeutsam ist der direkte körperliche Kontakt, um eine optimale Prägung zu erzielen.

Der Vortrag war sehr anschaulich und lebendig und auch die „alten Hasen“ konnten sich mit neuem und aktuellem Wissen aufrüsten. Wir danken an dieser Stelle Frau Dr. Bottenberg für den sehr informativen Vortrag.

 

Nach der Mittagspause schildert unser Vereinsmitglied und Leiter der Zuchtbuchstelle Ernst Halberstadt den Verfahrensablauf zur HD – Auswertung. Außerdem erläutert er nochmals die  Bedeutung der fristgerechten Mitteilung über erfolgte Deckakte, zu erwartende Würfe sowie über die gefallenen Würfe. Notwendig ist, dass auf den dafür vorgesehenen Mitteilungskarten (grün) die Meldungen zeitnah eingehen, so dass eine Veröffentlichung im Internet erfolgen kann. Sind alle Welpen vergeben oder haben schon den neuen Besitzer gefunden, sollte ebenfalls eine Information erfolgen, damit die Würfe dann aus der Veröffentlichung im Internet herausgenommen und interessierte Welpenkäufer nicht irritiert werden.

 

Rolf Strieder erläutert anschließend Einsatzbereich und Fortbildung der Zuchtwarte, insbesondere auch die Abläufe und Zuständigkeiten bei den Wurfabnahmen.

Im Wurfabnahmeprotokoll ist auf die im Tierschutzgesetz definierten Mindesthaltungsbedingungen für Hunde einzugehen, sie sind immer und in jedem Fall zu überprüfen. Außerdem ist für jeden Welpen ein Anlageblatt zum Wurfabnahmeprotokoll gewissenhaft und vollständig auszufüllen. Besonders bedeutsam ist dies für Züchter und Welpenkäufer um spätere Gewährleistungsansprüche regeln zu können.

Weiterhin schildert er die derzeitige Situation in der Zucht, bisher sind wenig Welpen gezogen worden. Leider sind einige Hündinnen leer geblieben. Dies mag vielfältige Ursachen haben, wichtig ist jedoch -und gerade wenn weitere Fahrstrecken zum Deckrüden in Kauf genommen werden-, dass ab dem 10. Tag der Hitze ein Progesterontest mit der Hündin durchgeführt wird, um den optimalen Decktermin zu finden.

Leider musste bei einigen Hündinnen ein Kaiserschnitt durchgeführt werden, um die Geburt der Welpen zu ermöglichen. Auch hierbei waren die Welpenzahlen sehr gering, da es sich meistens um ältere Hündinnen handelte und in einigen wenigen Fällen kam es auch zu schweren Komplikationen. Wichtig ist, dass der Züchter den genauen Geburtstermin errechnet und ggf. eine Röntgenaufnahme anfertigen lässt um die richtige Lage der Welpen zu sichten.

Des Weiteren gab Rolf Strieder einen Überblick über die Möglichkeiten der Anpaarungen und die damit im Zusammenhang stehenden Probleme oder auch Hemmnisse. Insbesondere seien hier die HD Einstufungen oder der Inzuchtkoeffizient genannt.

 

Sehr großen Raum nahm die leidenschaftlich und teilweise sehr unsachlich geführte Diskussion über die derzeitigen Welpenpreise und dazu  praktizierte Vereinbahrungsregelung ein. Nach langer Diskussion wurde vereinbart, mit der Abfrage der geplanten Zuchtvorhaben im November für das kommende Jahr eine Umfrage über die Höhe des Welpenpreises und der Decktaxe zu verbinden. Da nur wenige Züchter/innen und Deckrüdenbesitzer/innen anwesend waren, muss letztlich allen die Möglichkeit der Meinungsäußerung gegeben werden, um so ein repräsentatives Meinungsbild zu finden. Dies schließt selbstverständlich auch die Meinung der Deckrüdenbesitzer mit ein, da Welpenpreis und Decktaxe absolut im Zusammenhang zu sehen sind.

 

Leider waren nur 30 Züchter, Rüdenbesitzer und Zuchtwarte anwesend, über eine bessere Beteiligung all derjenigen, die am Zuchtgeschehen beteiligt sind, würden wir uns zukünftig sehr freuen.

Die Mehrheit der anwesenden Züchter und Zuchtwarte sprach sich dafür aus, dass diejenigen Züchter /Zuchtwarte, die zweimal hintereinander einem Treffen oder einer Fortbildung fern bleiben, zunächst bis zur nächsten Teilnahme mit der Zucht aussetzen.

 

Rolf Strieder

 

Die nächste Züchtertagung findet am Sonntag, den 1. Februar 2009, um 10.00 Uhr Landhotel Jägerhof in 34323 Malsfeld, an der A7, 30 km südlich von Kassel statt.

 

 

 

 

Verbandsfährtenschuhprüfung im Erzgebirge